Bernburg ( MZ ). In den nächsten Tagen wird die Stadtverwaltung den in der ehemaligen Deponie bei einem Tagesbruch entstandenen Krater mit einem festen Zaun umfrieden. Ziel ist es, den Tagesbruch im Bergbausenkungsgebiet an der früheren Bundesstraße 71 zwischen Bernburg und Peißen ( jetzt L 50 ) besser zu sichern. In den vergangen Wochen waren Schaulustige bis an den Krater herangegangen.

" Vor allem an den Ostertagen gab es mit Neugierigen so einige Probleme ", sagt Ordnungsdezernent Holger Dittrich. Zwar hätten die, wenn sie erwischt wurden, die Ermahnungen der Sicherheitskräfte akzeptiert und den Gefahrenbereich verlassen, aber die Bruchkanten seien eben nicht sicher, warnt Dittrich. Der feste Zaun soll dafür sorgen, dass niemand mehr in die unmittelbare Nähe des Tagesbruches kommt. Zugleich hat die Stadt Bernburg zu der Sperrzone im Süden eine Allgemeinverfügung erlassen. Auch eine spezielle Gefahrenabwehrverordnung soll der Stadtrat bald beschließen, kündigt der Dezernent hat. Dann habe man die Möglichkeit, Ordnungsgelder zu verhängen.

Ende März war der Einbruch in der Deponie entdeckt worden. Danach hatte das Bergamt in Halle den Bereich des Senkungsgebiet über der alten Kali- und Salzgrube Friedenshall, die Ende der 1960 er Jahre abgesoffen war, weiträumig gesperrt. Geophysikalische Messungen sollen Aufschluss über mögliche Schäden im Deckgebirge über der Grube geben. Erst danach soll über weitere Maßnahmen gesprochen werden, um das Senkungsgebiet und den Bereich der Straße zu sichern.