Glöthe ( dw ). Für das Gewerbegebiet in Glöthe zeichnen sich neue Investitionen ab. Darüber informierte Christian Schüler, Wirtschaftsförderer der Stadt Staßfurt, den Wirtschafts- und Finanzausschuss. Geplant ist, dass an der Ortseinfahrt in Glöthe aus Richtung Üllnitz kommend auf der rechten Seite eine Biogasanlage entstehen soll. Christian Schüler erklärte gegenüber der Volksstimme, dass man aktuell mit mehreren Investoren im Gespräch über eine Ansiedlung stehe, die " starkes Interesse " zeigen würden.

Sicher ist aber bereits, dass bis zu drei Arbeitsplätze entstehen könnten. Die Anlieferung des Biomaterials für die neue Anlage solle über die Straße erfolgen, so die aktuellen Planungen. Für die biochemischen Prozesse in den Türmen ist Maissilage ein Ausgangsstoff. Dazu auch Gülle. Für die Bauern in der Region, so ist es vorgesehen, bieten sich hier neue Absatzmöglichkeiten, dadurch die weitere Sicherung von landwirtschaftlichen Betrieben.

Das produzierte Biogas, erklärte Schüler im Wirtschaftsund Finanausschuss des Staßfurter Stadtrates, sei so hochwertig, dass es zu bestehenden Einspeisekonditionen direkt in eine Gasdruckleitung, die in der Nachbarschaft verläuft, eingeleitet werden könnte.

DieVerhandlungen der Stadt mit den potenziellen Investoren haben nicht nur den für die Kommune lukrativen Verkauf der brachtliegenden Fläche mit der Option auf spätere Gewerbesteuereinnahmen im Fokus, sondern auch die Nachnutzung einer Bauruine in unmittelbarer Nachbarschaft. Hier steht der unvollendete Rohbau einer einst geplanten Konservenfabrik. Christian Schüler : " Die optimalste Lösung für die Stadt wäre, wenn die Investoren diese Investruine mit in ihr Nutzungskonzept einbinden würden. "

Wann es zu einer Entscheidungsfindung kommen wird, konnte der Wirtschaftsförderer gestern gegenüber der Volksstimme noch nicht sagen.

Von dem Bauvorhaben ist die Glöther Bevölkerung nicht unmittelbar betroffen. Rein planerisch sei der Bau einer Biogasanlage zulässig, weil die nächstliegende Wohnbebauung rund 340 Meter von der Fläche des Gewerbegebietes entfernt ist.