" Wegen eines kleinen chirurgischen Allerweltseingriffes muss ich die Klinik in Aschersleben aufsuchen. Ich empfinde das als einen Skandal, denn von Hecklingen aus ist dies bis 7 Uhr mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur sehr umständlich oder lediglich mit einem Taxi zu erreichen ", empört sich Hans-Werner Schröder aus Hecklingen über die laut Klinikkonzept geplante Einstellung von stationären Operationen in Staßfurt. " Das gleiche Problem bietet sich einen Tag später heimwärts. Es kostet meine Zeit und mein Geld oder bezahlt mir die Krankenhaus-Holding diesen Unfug ? Diese Zumutung empört mich als Patient, denn das Staßfurter Krankenhaus verfügt über mit hohen finanziellen Aufwendungen hergerichtete moderne Operationssäle ", so der Hecklinger. Er finde es auch verwerflich, wenn Ärzte und anderes medizinische Personal ständig zwischen Aschersleben und Staßfurt pendeln müssen, nur weil Bagatellfälle nicht mehr in der Staßfurter Klinik operiert werden. Ärzte und Schwestern sollten erkrankte Menschen heilen und ihre kostbare Zeit nicht mit unnötigen Fahrten verschwenden. Wenn übrigens von einem 5, 2 Millionen Euro großen Defizit dieser Holding gesprochen werde, stelle sich ihm die Frage nach den Gründen. Die SPD-Abgeordneten, die diesen Fakt in den Blickpunkt rückten, müssten sehr gut wissen, dass nur die Staßfurter Klinik ihren finanziellen Verpflichtungen nachgekommen sei. Sie sollten dafür sorgen, dass auch die Klinikstandorte Bernburg, Aschersleben und Schönebeck dies tun, verlangt H .-W. Schröder. Es sei grotesk, wenn als Belohnung quasi dafür unsere Klinik platt gemacht werde und die Menschen unserer Region dafür mit einer schlechteren Versorgung zahlen müssten. Schröder : " Sicherlich werden die Einkünfte eines Landrates es ermöglichen, sich eine erstklassige medizinische Versorgung zu leisten, tausende Bürger sind aber auf die herkömmlichen regionalen Möglichkeiten angewiesen. " ( rk )