Die Schülerferienpässe, die die Stadt Staßfurt seit 1999 herausgibt, erfreuen sich bei den Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit. In der jüngsten Sitzung des Jugendund Sozialausschusses des Stadtrates nahm die Fachdienstleiterin für Schule, Jugend und Kultur der Stadtverwaltung, Marianne Nebel, eine Auswertung für das Jahr 2009 vor.

Staßfurt. " Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 545 Ferienpässe zu einem Preis von 2, 50 Euro erworben ", berichtete Marianne Nebel.

Damit hatten alle Kinder und Jugendliche, ob arm oder reich, im Alter von 6 bis 21 Jahren, früher sogar bis 27 Jahren, die Möglichkeit, in den Sommerferien jeweils vier Mal im Naherholungszentrum " Löderburger See ", im Staßfurter Strandsolbad und im Albertinesee zwischen Förderstedt und Üllnitz baden zu gehen.

Weiterhin waren mit diesem Ticket vier Besuche im schönen Staßfurter Heimattiergarten sowie jeweils eine Besichtigung des Stadt- und Bergbaumuseums und des Fahrzeugmuseums in Glöthe erlaubt.

Die Ausschöpfung hält sich allerdings in Grenzen. Wie Marianne Nebel informierte, wurden an der Tiergartenkasse lediglich 175 Ferienpassbesitzer gezählt. Möglich wären dort insgesamt 2186 Besuche gewesen, was einem Auslastungsgrad von acht Prozent entspricht.

Ähnlich sieht es auch beim Museum aus. Dafür interessierten sich insgesamt 49 junge Leute. 1090 Besucher hätten dort kostenlosen Eintritt bekommen können. Das entspricht einem Wert von 4, 5 Prozent.

Die größte Nachfrage gab es im Stransolbad mit einem Auslastungsgrad von 33 Prozent sowie am " Löderburger See " mit 31 Prozent. Am Albertinesee waren es nur zwölf Prozent und im Fahrzeugmuseum sogar nur fünf Prozent.

" Am meisten Gebrauch hatte die Altersgruppe von sieben bis dreizehn Jahren von den Angeboten des Ferienpasses gemacht ", stellte Marianne Nebel fest.

Er war von der Stadtverwaltung zum ersten Mal im Jahr 1999 herausgegeben worden. Damals kostete ein Exemplar fünf Mark, so dass hier in den vergangenen zehn Jahren keine Preissteigerungen zu verzeichnen waren. Damals konnten die Schüler und Studenten vierzehn Mal ins Strandsolbad gehen, sieben Mal in den Tierpark und sieben Mal ins Stadtund Bergbaumuseum.

2003 wurde diese freiwillige Leistung auf die neuen Ortsteile Löderburg und Hohenerxleben ausgedehnt. " Rathmannsdorf folgte im Jahr 2004 ", erinnert sich die Ressortchefin. Damals konnten die Kinder und Jugendlichen für 2, 50 Euro fünf Mal ins Strandbad und fünf Mal an den " Löderburger See ", fünf Mal in den Tiergarten und zwei Mal ins Staßfurter Museum.

Im vergangenen Jahr profitierten erstmals auch die jungen Leute aus den neuen Ortsteilen Atzendorf, Brumby, Glöthe, Förderstedt, Löbnitz und Üllnitz sowie aus Neundorf von den preiswerten Möglichkeiten einer abwechslungsreichen Feriengestaltung, die es nicht überall in dieser Form gibt.

Aus diesem Grund will Ausschusschef Ralf-Peter Schmidt ( Die Linke ) daran auch nicht rütteln lassen. " Ich habe den Ferienpass vor drei Legislaturperioden mit auf den Weg gebracht ", sagte der Kommunalpolitiker, der eine Ausweitung auf die neuen Ortsteile in Ordnung findet. Schmidt bedauert allerdings den Beschluss von 2006, mit dem das Bezugsalter auf 21 Jahre abgesenkt wurde.

Schmidt, der auch Stadtchef der Linken ist, könnte sich vorstellen, in den Leistungskatalog der Ferienpässe auch Besuche in der Stadt- und Regionalbibliothek Staßfurt-Nord mit aufzunehmen, sagte er der Volksstimme.

Fachdienstleisterin zieht Bilanz für 2009