Staßfurt ( dw ). Ernst Laue hat seine von Bürgermeister a. D. Martin Kriesel 2001 überreichte Urkunde, mit der seine Leistungen um die Aufarbeitung der Stadtgeschichte Staßfurts gewürdigt wird, zurückgegeben. Der ehemalige Staßfurter und jetzt in Bremen lebende Mann protestiert damit dagegen, dass es in der Stadt in den letzten Jahren nicht mehr gelungen sei, seine Arbeiten über die Medien oder verwaltungseigene Druckschriften zu veröffentlichen. " Ich interessiere mich für die Geschichte meiner Stadt und es ist mir ein Anliegen, ehrenamtlich viele Etappen aufzuarbeiten und sie in schriftlicher Form darzustellen ", sagt der 87-Jährige im Volksstimme-Gespräch. " Traurig macht mich aber, dass dieses Engagement in der Stadt keine Resonanz findet und die Schriften oft unveröffentlicht in der Schublade bleiben. "

2001 wurde Laue die Urkunde als Anerkennung überreicht, 2004 übergab der Historiker seine gesamte Sammlung dem Stadtarchiv. " Doch durch die Urkunde war ich motiviert, immer weiter zu machen. " So arbeitete Laue auch noch in seiner neuen Heimatstadt Bremen zu vielen Themen der Historie Staßfurts. Allerdings nur mit verhaltener Reaktion in der Salzstadt, so dass er sich jetzt zu seinem Schritt bewegt sah.

Ratsmitglied Hartmut Wiest ( UWGn ) hatte im Stadtrat zur Urkundenrückgabe Laues eine Anfrage gestellt, die von Oberbürgermeister René Zok bestätigt wurde. In diesem Zusammenhang sprach Wiest auch von Geschichtsverdrehung, die von einigen ehemaligen Politfunktionären noch 20 Jahre nach der Wende in Staßfurt betrieben werde. Im Volksstimme-Gespräch distanzierte sich Ernst Laue von dieser Argumentationsweise.