Der Staßfurter Bahnhof, der vor Jahren als Schnittstelle zwischen Bus und Bahn mit viel Fördermitteln um- und ausgebaut wurde, sorgt bei den Fahrgästen ab und an für Ärger.

Staßfurt. So ist der Busbahnhof, ein wichtiger Knotenpunkt des Öffentlichen Personennahverkehrs, schon seit Wochen völlig dunkel, weil dort nicht eine einzige Straßenlampe brennt. Eine Orientierung, wann und wo der nächste Bus abfährt, ist deshalb nur noch ganz schwer möglich.

Auf dem angrenzenden Bahnhof der Deutschen Bahn AG kann man sich, wenn man nicht aufpasst, schnell die Knochen brechen, denn der Winterdienst lässt dort zu wünschen übrig – überall lauert tückisches Glatteis. Und auch die Treppe, die vom kleinen Parkplatz in der Zollstraße zum Bahnsteig 1 hinaufführt, ist eher etwas für Bergsteiger, die es gewohnt sind, auf unsicherem Grund und Boden zu laufen.

Wer den Fahrstuhl der tollen Bahnhofsbrücke nutzen möchte, um auf den Bahnsteig 2 oder 3 oder zum Parkplatz in der Gollnowstraße zu gelangen, hat meistens Pech gehabt, denn diese Technik ist oft außer Betrieb. Derzeit hat der Fahrstuhl in der Nähe des Taxistandes den Geist aufgeben. Das ist besonders für Rollstuhlfahrer oder Müttern mit Kinderwagen eine Katastrophe, weil sie nicht ohne fremde Hilfe die Treppen raufkommen.

Und auch die Treppen und der Brückenübergang sind alles andere als einladend. Überall liegen Zigarettenkuppen oder Unrat bis hin zu Mc Donald-Tüten rum.

Staßfurts Oberbürgermeister René Zok ( parteilos ) reagierte sofort, als er von der Volksstimme auf diese Missstände angesprochen wurde.

Nach Rücksprache mit den Stadtwerken teilte das Stadtoberhaupt mit, dass ein Kabelfehler für die Dunkelheit auf dem Busbahnhof verantwortlich sei. Dieser könne erst behoben werden, wenn das Wetter es zulasse.

Das Unternehmen habe aber eine Zwischenlösung gefunden und die Anlage so geschaltet, dass die Straßenbeleuchtung dort seit gestern wieder funktioniert, sagte Zok. " Wenn es jetzt wieder zu einem Ausfall kommt, dann müssen wir mit dem Fehler bis zum Auftauen leben ", fügte er hinzu.

Auf den defekten Fahrstuhl eingehend, sagte Zok, dass es sich hier um einen klassischen Vandalismusschaden handele. Dadurch funktioniere das Bedienteil, eine Spezialanfertigung, nicht mehr. Die zuständige Reparaturfirma sei von der Stadtverwaltung bereits informiert worden. Der Schaden könne aber erst in der nächsten Woche behoben werden, teilte der Oberbürgermeister mit.

In diesem Zusammenhang bittet er die Bürger darum, die Stadtverwaltung oder das Revierkommissariat der Polizei darüber zu informieren, wenn sie Zeugen von blinder Zerstörungswut werden. Eltern sollten entsprechend auf ihre Kinder oder Jugendliche einwirken.

Eine Videoüberwachung des Geländes als Abschreckung lassen die wenigen gemeldeten Straftaten aus diesem Bereich laut Polizei nicht zu.