Staßfurt. Die von den Stadtwerken angekündigte Drohung, in einem Wohnblock in der Straße der Solidarität in Nord mit dem gestrigen Tag die Wärmeversorgung abzustellen, weil der Hausbesitzer seine Gebühren nicht zahlte, ist zunächst vom Tisch. " Am Dienstagabend ging eine EMail bei den Stadtwerken ein, in deren Anhang sich die Kopie eines Einzahlungsbeleges befand ", erklärt Volker Schulz, Geschäftsführer der Stadtwerke. Aus diesem Grund werde die Versorgung mit Fernwärme nicht eingestellt, die Heizungen der Mieter laufen also bei den anhaltend kühlen Wintertemperaturen weiter.

Am Dienstag hatten Bewohner des Blockes bei der Volksstimme angerufen und von Aushängen an Eingangstüren und in Fluren berichtet, die über das Vorgehen des kommunalen Versorgers informierten ( Volksstimme berichtete ). Die Stadtwerke gaben darin die Einstellung der Wärmeversorgung für Mittwoch bekannt. Volker Schulz erklärte, dass der Hausbesitzer die Zahlungen für den Monat Dezember 2009 noch nicht getätigt hatte, die aktuelle Rechnung für den Januar 2010 würde demnächst anstehen. Der Stadtwerkechef hatte dazu auch das Gespräch mit einigen Mietern und mit Unternehmen, die in dem Haus Geschäfte betreiben, gesprochen. Denn die Mieter, die immer ihre Abschläge regelmäßig mit den Nebenkosten zahlen würden, seien von der Einstellung der Wärmeversorgung zuerst betroffen, obwohl unschuldig an der Misere.

Neben der Empörung über das Vorgehen der Stadtwerke, die sich vor allem am Redaktionstelefon zeigte, wurden einige Hausbewohner auch selbst aktiv und forderten Erklärungen von ihrem Vermieter ein. Volker Schulz : " Das hat sicherlich auch dazu geführt, dass der Hauseigentümer jetzt das Geld endlich angewiesen hat. "

Argwohn bleibt aber bei den Stadtwerken. Denn der Betrag auf dem Einzahlungsbeleg vom Dienstag stimmt nicht mit dem tatsächlichen Betrag überein, der gestern auf das Konto des kommunalen Unternehmens eingegangen ist. Der Eigentümer hat die Mahngebühren nicht mitbezahlt. Die Stadtwerke wollen das jetzt mit dem Besitzer, Schulz nennt im Volksstimme-Gespräch eine Firma aus Halle / Saale, klären und die ausstehenden Mahngebühren nachfordern.

Die Mieter bleiben davon zunächst noch unberührt, denn die Wärmeversorgung wird nicht runtergefahren.