Förderstedt ( kse ) Seit Montag vor einer Woche ertönen vom Turm der Kirche nur noch die zwei kleinen Glocken, die die Viertelstunden und Stunden anzeigen. Die drei großen Glocken befinden sich seit diesem Tag abgehängt auf dem Boden des Glockenstuhls. Die Demontagefirma Beck, Glocken- und Turmuhrenbau Kölleda, hatte zur Bauablaufbesprechung gleich zwei Fachleute mitgebracht.

Zum Ersatz der drei Stahlglocken aus dem Jahre 1926 und dem Neubau des Glockenstuhls informierte der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Bodo Messerschmidt, die Presse. Nachdem das Vorhaben mit einem Finanzbedarf von 186 000 Euro finanziell abgesichert ist, kann man nun zur Realisierung schreiten, sagte er.

Der wegen der Schneefälle des Wochenendes neu abgestimmte Ablauf sieht vor, dass ab gestern die Vorderseite des Kirchturmes von der Üllnitzer Gerüstbaufirma Schaffrina eingerüstet wird. An den beiden folgenden Tagen wird der Turm zwischen den drei Fenstern von dem für die Bauarbeiten zuständigen Schönebecker Unternehmen Franke-Bau aufgebrochen. Durch das dadurch entstehende Loch sollen am Donnerstag ab 13 Uhr die drei Glocken von einem Autokran, den die Glockenbaufirma mitbringt, auf die Erde gesetzt und gleich anschließend zum Förderstedter Friedhof gefahren werden. Dort werden sie in Nähe der Trauerhalle aufgestellt. Der Gemeindekirchenrat ist der Meinung, dass die Glocken, die für viele Förderstedter in den letzten 84 Jahren zur Taufe, Konfirmation, Hochzeit und zum Begräbnis geläutet wurden, hier ihren besten Platz haben und für alle Einwohner zugänglich sind.

Der Neuaufbau des Glockenstuhls für dann fünf Glocken, das Gießen der drei neuen Bronzeglocken bei der Glockengießerei Lauchhammer und das Aufziehen in den Turm soll bis Pfingsten abgeschlossen sein. Dann sind auch die zwei kleinen aus dem 15. Jahrhundert stammenden Bronzeglocken mit im Turm und das Pfingstfest wird von dem neuen Förderstedter Geläut feierlich eingeläutet.