Das Schicksal der von einer verheerenden Erdbebenkatasstrophe getroffenen Menschen in Haiti lässt die Staßfurter nicht kalt. So spendeten die Besucher des Benefizkonzertes am Sonnabendnachmittag in der St. Johannis Kirche in Leopoldshall, über das Oberbürgermeister René Zok ( parteilos ) die Schirmherrschaft übernommen hatte, mehr als 2100 Euro.

Staßfurt. " Brich dem Hungrigen dein Brot und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus. " Mit diesem passenden uralten biblischen Spruch begrüßte Pfarrer Thomas Weigel die Gäste.

Eigenartiger Weise, so stellte er fest, wächst die Hilfsbereitschaft bei solchen Katastrophen und Unglücksfällen. " Das ist ein gutes Zeichen für alle, die schwarz sehen ", sagte der Pfarrer.

In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass die Staßfurter bei der Hochwasserkatastrophe im Jahr 1994 die Hilfsbereitschaft anderer Menschen am eigenen Leibe spüren konnten. " Das ist gut so ", sagte Weigel.

Nun wolle man sich mit dem Benefizkonzert einreihen in die Welle der Hilfsbereitschaft und den Menschen in Haiti ein Zeichen geben.

" Unzählige Opfer sind in Haiti zu beklagen. Meist sind es die Kinder und die Älteren, die wie im Krieg immer am meisten leiden müssen. "

Der Schirrmherr, Oberbürgermeister René Zok, dankte den Organisatoren und den Mitwirkenden für ihr Engagement. " Unzählige Opfer sind in Haiti zu beklagen. Meist sind es die Kinder und die Älteren, die wie im Krieg immer am meisten leiden müssen ", sagte das Ortsoberhaupt. Deshalb äußerte Zok den Wunsch, dass im Spendentopf möglichst viel Geld für den guten Zweck zusammenkommt. " Es soll für dringend benötigte Medizin, Lebensmittel, Wasser, Zelte und für den Kauf von anderen lebensnotwendigen Dingen verwandt werden ", sagte der Oberbürgermeister.

Der Aufruf von ihm als Schirmherrn und von Pfarrer Thomas Weigel stieß an diesem Nachmittag nicht auf taube Ohren.

Die rund 150 Besucher des Benefizkonzertes, darunter auch Fraktionsvorsitzende und Stadträte sowie Unternehmer, ließen sich nicht lange bitten und spendeten insgesamt 2112 Euro.

Darüber hinaus seien der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannis bereits weitere Zuwendungen angekündigt worden, teilten die Veranstalter mit.

" Brich dem Hungrigen dein Brot und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus. "

Das Benefizkonzert wurde von den Kirchenchören St. Petri Staßfurt und St. Johannis Leopoldshall, vom Posaunenchor Leopoldshall, vom Flötenkreis Leopoldshall, von Stefanie Mutke ( Flöte ) sowie von Josephine Rausch ( Klavier ) gestaltet. Die Leitung hatten Irina Lackmann und Birgit Wassermann übernommen.

Aufgrund einer schweren Krankheit, die die Musiklehrerin des Dr .-Frank-Gymnasiums Staßfurt, Bettina Eisenächer, ans Bett gefesselt hat, konnte der Chor des Gymnasiums an diesem Abend leider nicht auftreten, teilte Pfarrer Weigel den Gästen mit.

Sie bekamen Melodien von solch bekannten Komponisten wie Adolph Friedrich Hesse ( Fantasie zu vier Händen und zwei Füssen ), Johann Sebastian Bach ( Sonate in Es, Gavotte und Dorische Toccata ), Antonin Dvorák ( Gott ist mein Hirte ), Felix Mendelssohn-Bartholdy ( Psalm 100 ) und weiteren Musikern zu hören.

Zwischendurch wurden an der Kirchenwand erschütternde Bilder vom Ausmaß der Zerstörungen in Haiti gezeigt.

Zu einem Höhepunkt wurden die Auftritte von Birgit Wassermann als Sängerin. Denn sie begeisterte das Publikum mit ihrer sehr schönen Sopranstimme. Begleitet wurde sie am Klavier von Irina Lackmann.

Den Abschluss des Benefizkonzertes bildete ein Fürbittengebet.