• Im Schnitt wird alle 45 Minuten ein Mensch in Deutschland mit der Diagnose Leukämie konfrontiert. Vielen Betroffenen kann letztlich nur mit der Transplantation von gesundem Knochenmark oder Stammzellen geholfen werden. Allerdings müssen zwischen Spender und Empfänger die Gewebemerkmale – die sogenannten Human-Leucocyte-Antigene ( HLA ) – übereinstimmen. Das macht die Suche nach dem optimal passenden Spender – dem genetischen Zwilling – immer zur Suchenach der Nadel im Heuhaufen.

• Geht es um die Suche nach einem passenden Spender von derartigen lebensrettenden Zellen, wird zunächst im engeren Verwandtenkreis gefahndet. Findet sich dabei kein identischer Spender, werden die weltweit vernetzten Datenbanken bemüht.

• Dort sind die potenziellen Spender zunächst mit ihren grundsätzlichen HLA-Merkmalen registriert. Alle Freiwilligen, die auf den ersten Blick passend erscheinen, werden anschließend feintypisiert. Dabei fällt das Gros von ihnen wieder aus dem Suchlauf heraus, weil letztlich doch nicht genügend Merkmale übereinstimmen. Im Schnitt liegt die Trefferquote zwischen 1 : 10 000 und 1 : 1 000 000.

• Das macht deutlich, wie entscheidend die Zahl potenzieller Spender ist. Um bei der Suche maximalen Erfolg zu haben, sind die weltweiten Register miteinander vernetzt. So wurden Freiwillige aus der Magdeburger Datenbank bislang unter anderem nach Australien ( 1 ), Brasilien ( 1 ), den USA ( 21 ) und Kanada ( 8 ) vermittelt. Innerhalb Deutschlands konnte 85 Patienten geholfen werden.

• Passen Spender und Empfänger optimal, werden entweder Stammzellen aus dem Blutkreislauf oder Knochenmark aus dem Beckenknochen entnommen und dem Empfänger gegeben.

• Weitere Informationen gibt es bei der " Aktion Knochenmarkspende Sachsen-Anhalt " an der Universität Magdeburg unter Telefon ( 0391 ) 6 71 37 32.

• www. knochenmarkspendemagdeburg. de