Der Seniorenbeirat der Stadt Staßfurt kommt heute um 10 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses zu seiner Gründungsversammlung zusammen. Daran nimmt auch Oberbürgermeister René Zok ( parteilos ) teil, teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Mit diesem Beirat geht ein langgehegter Wunsch der Linken in Erfüllung.

Staßfurt. Für eine ehrenamtliche Mitarbeit in diesem Gremium haben sich insgesamt 18 Personen, davon jeweils neun Frauen und Männer, bereit erklärt, teilte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Christine Fischmann, in der Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses mit. Zwölf kommen aus der Kernstadt, eine Person aus Förderstedt, zwei aus Hohenerxleben und drei aus Löderburg.

Wie Fischmann sagte, wolle sie die Damen und Herren in der konstituierenden Sitzung zunächst einmal über das Bundesprogramm " Aktiv im Alter " informieren.

Darüber hinaus soll dort der Entwurf der Satzung mit den Rechten, Pflichten und Aufgaben des Seniorenbeirates diskutiert werden. Das Papier soll, wenn alles planmäßig

läuft, am 9. März in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Jugend und Soziales des Stadtrates beraten und beschlossen

werden.

Dann könnte der Stadtrat in seiner Sitzung am 25. März die Mitglieder des Seniorenbeirates berufen ", stellte Christine Fischmann den Abgeordneten den geplanten Zeitablauf vor.

Seidel : " Wir wollen

Lobby für Ältere sein "

Zu den rüstigen Senioren, die sich für ihre Mitmenschen engagieren wollen, gehört auch der 72-jährige Karl Seidel aus Förderstedt. " Ich habe mich gemeldet, um noch tätig sein zu können und mich für die Belange der Senioren der Stadt einsetzen zu können, sagte er.

Dabei kann Karl Seidel auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken, denn er arbeitete von 1994 bis zum 31. Dezember des vergangenen Jahres im Kreis- beziehungsweise -bereichsseniorenrat Schönebeck mit.

Auf seine Ziele und Wünsche angesprochen, sagte der Förderstedter, " dass der Staßfurter Stadtrat, der ja unser Partner ist und den wir beraten sollen, sich auch für die älteren Bürger der Stadt einsetzt. " Schließlich sind im Jahr 2020 ein Drittel der Einwohner 60 Jahre und älter. Seidel : " Wir wollen eine Lobby für die Älteren sein. "

Der Beirat müsse von sich aus den Willen haben, mit dem Stadtrat gut zusammen zu arbeiten. " Das gleiche erwarten wir auch vom Stadtrat. Ansonsten kann es keine Erfolg versprechende Zusammenarbeit geben ", sagte der Förderstedter.

Karl Seidel schließt auch eine Kandidatur als Vorsitzender des Seniorenbeirates nicht aus. " Aber ich will mich da nicht vordrängeln. Es wird bestimmt genug Bewerber aus der Kernstadt Staßfurt geben ", fügte er hinzu.

Dem Seniorenbeirat wird auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Christine Fischmann, angehören. Ihren Worten zufolge soll es zu den Aufgaben dieses Gremiums gehören, sich gegenüber dem Rat seinen Ausschüssen und der Stadtverwaltung Gehör zu verschaffen, wenn es um die Belange der älteren Bürger der Stadt geht.

Darüber hinaus sollen die Frauen und Männer die Möglichkeit bekommen, zu städtischen Angelegenheiten Stellung zu nehmen. Sie sollen Anregungen, Empfehlungen und Vorschläge in allen anderen städtischen Angelegenheiten äußern dürfen. Zudem soll in der Satzung aufgenommen werden, dass der Seniorenbeirat von der Stadt frühzeitig informiert wird, wenn es Entscheidungen gibt zur Verkehrsplanung und Infrastrukturplanung, zu Planungsprozessen zum Wohnungsneubau und zum Wohnumfeld, zur Schaffung sozialer Netze, Nachbarschaftshilfe, professioneller Dienstleistungen, zu Maßnahmen im Bereich Sport, Gesundheit und Prävention sowie in Kultur und Bildung.