Staßfurt ( dw ). Der Sportunterricht im Gymnasium und in den Sekundarschulen der Stadt kann heute wie in den Stundenplänen vorgesehen stattfinden. " Die befürchteten enormen Schneefälle blieben im Salzlandkreis zum Glück weitgehend aus. Deshalb können heute alle Sporthallen in Trägerschaft des Landkreises wieder genutzt werden ", sagt Ursula Rothe, Sprecherin des Landratsamtes in Bernburg. Als Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahme hatte man am Freitag die Hallen dicht gemacht und damit auf von Experten angekündigte Schneestürme reagiert.

Die Schließung der Landkreis-Turnhallen störte den Schulbetrieb in Staßfurt nicht. Steffen Schmidt, Schulleiter des Dr .-Frank-Gymnasiums in Staßfurt, disponierte um. " Am Freitag wurde Sporttheorie in den Klassenräumen unterrichtet. " Er macht deutlich, dass es sich lediglich um eine Vorsorgemaßnahme handelte, vom Kreis auch so intendiert. " Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. " Der Schulleiter erklärt, dass die Sporthallen des Gymnasiums regelmäßig kontrolliert werden. Außerdem seien die Lehrkräfte angewiesen, auf mögliche Geräusche in den Gebäuden zu achten.

Unterrichtsalltag auch in der Ganztagsschule Am Tierpark. " Bei uns gibt es das Klassenraumprinzip. Es sind genügend Räume vorhanden, um theoretischen Unterricht anzubieten ", sagt die stellvertretende Schulleiterin Helga Wiegand. Alle Lehrer würden ein Zweitfach unterrichten.

Bernhard Polefka, Leiter der Sekundarschule Hermann Kasten, sagt : " Es gab weniger Sport und dafür mehr Geschichte oder Deutsch. " Bei der Planung des Unterrichts könne die Schulleitung flexibel reagieren, denn bei Frost und Minusgraden komme es immer wieder Mal zu kleineren Havarien oder Heizungsausfällen in der Turnhalle, so dass auch dann kein Sportunterricht durchgeführt werden könne. Kreis und Stadt handelten richtig, wenn sie die Sicherheit der Kinder in den Vordergrund stellten.

Die Stadt Staßfurt war Ende letzter Woche der Vorgehensweise des Kreises gefolgt und schloss ebenfalls die Turnhallen in ihrer Trägerschaft. Deshalb fielen am Wochenende zahlreiche Sportveranstaltungen aus. Im Rathaus verständigt man sich am frühen Morgen über die weitere Verfahrensweise für die eigenen Hallen. Oberbürgermeister René Zok machte gestern gegenüber der Volksstimme deutlich, dass man sich an den Vorgaben aus Bernburg orientieren wolle und die eigenen Gebäude kurzfristig einer Prüfung unterziehe, um dann heute alles wieder freigeben zu können. Die Schulen hätten sich durch die Anweisungen und die Berichterstattung in den Medien auf den Ausfall des Sportunterrichts eingestellt und könnten mit der Situation umgehen. Erleichtert zeigte sich Zok, dass das angekündigte Winterwetterchaos größtenteils ausblieb.

In den Grundschulen, für die die Stadt verantwortlich zeichnet, läuft der Alltag normal weiter. Ursula Telge, Chefin der Grundschule Ludwig Uhland, lässt den Sportunterricht gegebenenfalls vertreten, wenn die Hallen heute noch zu bleiben. " Wenn es die Wetterlage zulässt, kann man mit den Kindern auch für einige Minuten an die frische Luft gehen und sich bewegen ", reagiert sie ganz pragmatisch.

Heike Härtge, Leiterin der Grundschule Johann Wolfgang von Goethe, ergänzt : " Das Wohl der Kinder hat oberste Priorität. " Aus diesem Grund folge man nicht nur den Anweisungen der Stadt, sondern habe auch besonders die Eltern von Fahrschülern informiert, ihre Kinder auf dem Schulweg nicht möglichen Gefährdungen durch die Wetterlage auszusetzen. Die Mädchen und Jungen, die in der Goethe-Grundschule lernen, kommen aus der Staßfurter Innenstadt, aber auch aus Hecklingen, Neundorf, Hohenerxleben oder Groß Börnecke.

Aber auch für die Schülerbeförderung gibt es Entwarnung aus Bernburg : " Die Verkehrsbetriebe gehen bei der Schülerbeförderung von weitgehend pünktlichen Fahrzeiten aus. Störungen könnten eventuell aus örtlich begrenzten Gegebenheiten auftreten ", erklärt Landkreissprecherin Ursula Rothe.