Cochstedt. Die Planungen für das Veranstaltungsjahr 2010 in Cochstedt sind bereits angelaufen. Der Förderkreis der Stephanikirche will für die Bürger wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellen. Die ersten Termine stehen bereits fest. Kulturliebhaber dürfen sich auch in diesem Jahr auf ein musikalisches Angebot mit vielen Höhepunkten im Gotteshaus freuen.

Los geht es im Frühjahr mit einem Benefizkonzert am 2. Mai. Der Förderkreis freut sich, hierfür erstmals das " Poulenc-Trio " aus Aschersleben in der Stephanikirche begrüßen zu dürfen. Zwar haben sich die Musiker in erster Linie dem Pianisten und Komponisten Francis Jean Marcel Poulenc verschrieben, wollen die Zuhörer aber auch mit einer Bandbreite vielfältiger Melodien anderer Tonkünstler vorgetragen auf Klavier, Oboe und Fagott in ihren Bann ziehen.

Und nicht nur ihre Musik erklingt. Auch andere Interpreten der Region haben schon zugesagt, in Cochstedt eine Kostprobe ihres Könnens darzubieten.

Dazu gehört etwa der Frauenchor aus Groß Börnecke. Die Sängerinnen werden voraussichtlich im Juni ein Konzert geben, für Anfang September ist ebenfalls eine Veranstaltung der musikalischen Art mit jungen Talenten der Region in Planung.

Darüber hinaus runden die traditionellen Feiern des Förderkreises das kulturelle Veranstaltungsjahr ab. Im August stellt er sein bei den Bürgern beliebtes Sommerfest im Pfarrgarten auf die Beine, im Dezember laden die Mitglieder zum Weihnachtsmarkt ein, vorgesehen hierbei in diesem Jahr ist eine kleine Weihnachtskrippen- und Engelsausstellung aus Privatbesitz.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist in Cochstedt frei. Die Mitglieder des Förderkreises freuen sich aber immer über Spenden, die sie nutzen wollen, um die Restaurierung der Stephanikirche weiter voranzutreiben. Ein großes Vorhaben, das seit Juli 2009 läuft ist das Spendenprojekt " Glocken ". Schon seit Jahren erklingen in Cochstedt keine Kirchenglocken mehr regelmäßig, weil sich die gesamte Mechanik des Läutwerks in einem desolaten Zustand befindet. Manuell mit der Hand wird nur noch eine von insgesamt ursprünglich drei vorhandenen Glocken unter nicht ungefährlichen Umständen bedient.

Daher ist der Förderkreis in Übereinkunft mit der Kirchengemeinde dabei, Möglichkeiten zu prüfen, dem heimischen Gotteshaus seine traditionelle Stimme wiederzugeben. Ziel ist es, schrittweise zunächst mit der Grundsanierung von Glockenstuhl und Grundpodest zu beginnen.

Priorität hat auch die Sanierung des Daches. Es musste 2009 notdürftig repariert werden, um Regenschäden zu vermeiden. Die Arbeiten ruhen im Moment und werden 2010 fortgeführt. Die Mittel für eine grundhafte Sanierung fehlen.

Generell seien viele Schäden im Kirchenschiff nach Information des Förderkreises die Folge der schon lange eindringenden Nässe. So müssten eigentlich auch zwei weitere kleinere Fenster restauriert und repariert werden, damit der eindringenden Feuchtigkeit Einhalt geboten werden könne.

Ein weiteres Ziel, das sich der Förderkreis als Vision auf die Fahnen geschrieben hat, ist die Restaurierung der Orgel. Im Moment kann auf dem Instrument aufgrund vieler Schäden nicht musiziert werden.