Eine der ersten Aufgaben für den Staßfurter Seniorenrat, der kurz vor seiner Gründung steht ( Salzland-Kurier berichtete ), wird der Protest gegen die Klinikpläne des Salzlandkreises sein. Das wurde gestern bei einer Zusammenkunft von 16 bereiten Mitgliedern des künftigen Gremiums deutlich gemacht.

Staßfurt. Sowohl Oberbürgermeister René Zok ( parteilos ) als auch der Vorsitzende des Sozialausschusses im Stadtrat Ralf-Peter Schmidt ( Linke ) drückten persönlich beziehungsweise schriftlich ihre Freude auf die Zusammenarbeit mit dem künftigen Seniorenrat aus.

Unter den 16 Anwesenden, die in der Vertretung mitarbeiten wollen, auch die Sozialamtsleiterin der Stadt, Marianne Nebel, die sich in absehbarer Zeit aus dem Berufsleben verabschiedet.

Wie ernst die Interessenvertretung der Senioren zu nehmen sein wird, unterstrichen demografische Zahlen, die Gleichstellungsbeauftragte Christine Fischmann vorstellte.

Demnach würden im Jahr 2020 über ein Drittel der Einwohner von Staßfurt über 65 Jahre sein. Der Bevölkerungsgruppe der unter 20-Jährigen gehören dann gerademal noch knapp 15 Prozent an.

" Staßfurt braucht also unbedingt einen Seniorenrat ", meint Karl Seidel, der von der Runde gemeinsam mit Christine Fischmann beauftragt wurde, an der nächsten Zusammenkunft der Arbeitsgemeinschaft zum Erhalt des Staßfurter Krankenhauses teilzunehmen und " ohne Wenn und Aber gegen die Klinikpläne des Landkreises zu protestieren ".

Möglicherweise könne das bis zu einer großen Protestveranstaltung führen.

Bei der nächsten Sitzung des Sozialausschusses am 9. März solle die Satzung und Besetzung des Seniorenrates vorgestellt werden, bevor diese Dinge dann dem Stadtrat am 25. März zum Beschluss vorgelegt werden können.

Dann stünde der Gründung des Staßfurter Seniorenrats Anfang April nichts mehr im Wege.