Bernburg / Plötzkau ( MZ / cv ). " Nun, überraschender Weise ist in diesem Jahr wieder mal Winter ", eröffnete Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre ( CDU ) mit Ironie seinen Besuch bei der Autobahn- und Straßenmeisterei in Plötzkau. " Ich weiß, was Sie leisten und welche Gefahren Sie eingehen. "

Für die acht Mitarbeiter, die gerade ihre Schicht hinter sich hatten, war das Balsam für die Seele. Oft genug steht der Winterdienst in der Kritik. " Ich kenne das, dass sich Autofahrer trotzdem aufregen, auch wenn die Räumstaffeln rund um die Uhr im Einsatz sind. " Doch, so Daehre, es könnten nun mal nicht gleichzeitig an allen Stellen die Straßen geräumt werden, wenn es schneit. " Da muss man als Autofahrer

eben auch mal langsamer

fahren ",

zeigte der Minister Verständnis für die Mitarbeiter der Autobahn- und Straßenmeisterei.

Daehre zeigte sich zufrieden mit den Straßenmeistereien im ganzen Land, in denen gut 400 Mitarbeiter tätig sind. Er sei viel unterwegs und es sei keine Flunkerei, wenn er sage, in Sachsen-Anhalt muss sich der Winterdienst nicht verstecken.

43 Kilometer auf der A 14 zwischen Calbe und Abfahrt Halle-Trotha sowie die B 6 n als eine der großen und wichtigen Bundesstraßen und die B 185 und B 71 im einstigen Kreis Bernburg sind unter anderem von Plötzkau aus zu bewältigen.

3500 Tonnen Streusalz vorhanden

Bis in den Altkreis Köthen reichen die Aufgaben der 44 Mitarbeiter. Zehn Fahrzeuge stehen für die Räumung der Bundes- und Landesstraßen zur Verfügung. Für die Autobahn allein sind es vier Lkw und zwei Unimog. " Wir fahren die Strecken nicht nur einmal am Tag ab ", sagt Straßenwärter Karsten Grimm, seit 20 Jahren im Job. " Da kommen schon mal weit über 200 Kilometer pro Schicht zusammen. "

Die Prognose der Wetterfrösche sagt weiter Winter voraus. Zwar sieht es weniger nach weiterem Schnee aus, aber die Glätte ist allgegenwärtig. Dass das Salz knapp wird, davor müssen die Mitarbeiter des Landesbetriebs ( anders als ihre Kollegen in den Kommunen ) keine Angst haben. " Wir haben 3 500 Tonnen Salz für diesen Winter geordert ", sagt Stefan Hörold, Fachbereichsleiter beim Landesbetrieb. Die Kommunen haben hingegen Engpässe.