Die Badehalle des Schönebecker Solequells kann seit gestern wieder genutzt werden. Bereits vor der Öffnung hatte sich eine kleine, wartende Menschentraube gebildet.

Schönebeck. Unruhig warteten gestern zehn begeisterte Schwimmfreunde vor dem Eingang des Solequells. Obwohl die Uhrzeiger auf fünf vor neun standen, spähte die illustre Truppe neugierig durch die Fenster. " Da kommt jemand ", rief dann aufgeregt Rita Bienia. Punkt neun Uhr öffneten sich die Türen zur neuen Badehalle – und Rita Bienia und ihr Mann Heinz gehen als die ersten Gäste der neuen Badehalle in die Geschichte ein.

" Für uns ist das ein besonderer Tag ", sagte die Schönebeckerin. Während der gesamten Bauphase habe sie mit ihrem Mann das Solequell besucht. Schließlich sei gerade die Sole das besondere, was das Schönebecker Bad von anderen Schwimmeinrichtungen abhebe. " Die Sole ist gut für die Knochen und die Haut ", schwärmt die Rentnerin. Zweimal in der Woche widmet das Ehepaar ganze drei Stunden der Ertüchtigung im Wasser mit anschließendem Saunabesuch.

Ebenfalls neugierig waren gestern die weiteren 250 Gäste, die sich den ersten Öffnungstag nicht entgehen ließen, um das Ergebnis der monatelangen Bauarbeiten zu begutachten. Obwohl die magische Grenze von 300 Besuchern nicht erreicht wurde, waren die Verantwortlichen zufrieden, wie Solepark-Pressereferentin Katrin Schaldach sagte. Auf die Frage, ob es denn nun auch wieder den Seniorentarif geben werde, verwies Katrin Schaldach vorerst auf die aktuelle Tarifliste. " Zur Zeit gibt es keinen Seniorentarif, und die Preise für das kommende Jahr sind noch in Planung. " Doch auf einen Punkt konnte die Pressereferentin gestern schon aufmerksam machen : " Wir haben jetzt wegen der Barrierefreiheit Schiebetüren. " Sie überlegt nun, ob Schilder auf diesen Unterschied hinweisen sollten, da gestern manch ein Gast die Schiebetür drücken statt zur Seite schieben wollte.