Der Harz rückt für die Salzländer immer näher. Gestern wurde bei Ilberstedt das vorletzte Teilstück der B 6 n freigegeben. Damit kann Güsten aufatmen, wo sich bislang der Fernverkehr über die B 185 quälte. Bis zur kompletten Fertigstellung der Nordharzautobahn, geplant Ende 2010, rollt die Blechlawine allerdings noch durch die Wipper-Gemeinde Ilberstedt.

Güsten / Ilberstedt. Überrascht war gestern auch Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre, als zwei niedliche Engel auf ihren Ponys über die B 6 n geritten kamen. Luca und Julie sorgten damit für eine Kulisse, die Daehre bei einem Scherenschnitt bislang noch nicht erlebt habe, wie er sagte. Angesichts der nass-kalten Witterung drang der Minister auf kurze Reden, überließ den Scherenschnitt den beiden himmlischen Gesandten und bat darum, dass es doch der letzte Ausflug von Mikey und Mogli auf der Bundesstraße gewesen sein möge.

Von den insgesamt 87 Kilometern der Nordharzautobahn fehlen nun nur noch drei bis zur A 14. " Schön wär ‘ s, wenn wir es bis April 2011 schaffen würden ", so Karl-Heinz Daehre. Der Zeitplan ist angesetzt bis Ende 2011. Große Herausforderungen haben die Trassen- und Brückenbauer bis dahin kurz vor dem Ziel im Ilberstedter Bergsenkungsgebiet noch zu meistern. Doch es wird bereits weiter gedacht. Die Planungen für die Verlängerung der B 6 n in Richtung A 9 laufen. Für den Abschnitt östlich von Bernburg und die Ortsumgehung Köthen besteht demnächst Baurecht. Wie es darüber hinaus Richtung Osten weitergeht, darüber solle sich die nächste Generation den Kopf zerbrechen, gab der Minister den Staffelstab gedanklich schon weiter.

Als der Güstener Bürgermeister Helmut Zander für seinen Ilberstedter Kollegen Lothar Jänsch darum bat, die extra für den wachsenden Verkehr in Güsten installierte Notampel nun in den Nachbarort zu verlagern, erhielt er sofort die Zusage vom Bauminister.

Der neue Abschnitt ist übrigens bis zur Fertigstellung aller Nebenanlagen nur über die Nordfahrbahn nutzbar.