Schneidlingen. In der Dunkelheit hebt sich seit einigen Wochen ein Haus besonders in Schneidlingen ab. Das Wohnhaus erstrahlt allabendlich und früh morgens in buntem Licht.

Landwirt Frank Arendt macht sich jährlich die Mühe der umfangreichen Hausdekoration. " Ich bin Landwirt und habe jetzt Zeit ", sagt er. Außerdem habe er drei Kinder zu Hause, für die er den Aufwand betreibe. " Die Kinder finden den Lichterglanz immer besonders schön und freuen sich über die vielen Lämpchen ", erzählt er. Verborgen blieb der aufwändige Schmuck den Nachbarn natürlich nicht.

Wie viele Lampen inzwischen auf dem Grundstück von Frank Arendt zur Weihnachtszeit leuchten, hat der Landwirt nicht gezählt. " Wir haben immer wieder etwas neues gekauft. Jedes Jahr kommt irgendetwas dazu ", erzählt er. Vor einiger Zeit habe er eine Schaufensterpuppe bei einem Auktionshaus im Internet erworben. Als Weihnachtsmann verkleidet steht sie jetzt auf dem Hof der Familie. " Mein Nachbar hat mir neulich erzählt, dass die Puppe so lebensecht sei, dass er sie schon mehrfach gegrüßt habe ", schmunzelt Frank Arendt.

Bei anderen Dekorationsartikeln ist Frank Arendt zum Heimwerker geworden. Die Plastikfiguren habe er aufgebohrt und mit Lampen bestückt, beschreibt er weiter. Eine ganze Woche ist der Schneidlinger mit seiner Familie nur damit beschäftigt, die ganzen Lichterketten zu befestigen. Allein an der großen Tanne an der Ortsdurchfahrt hat er drei Ketten mit mehr als 180 Metern Länge angebracht. " Mittlerweile brauche ich dafür schon eine Hebebühne, um noch an die Spitze zu kommen ", erzählt.

Um das Ein- und Ausschalten braucht er sich keine Gedanken zu machen. Mit Hilfe mehrerer Schaltzeituhren geht die Beleuchtung pünktlich an. Was die ganze Illumination an Strom kostet, will Frank Arendt gar nicht genau wissen. Schneller dreht sich der Stromzähler aber abends, bestätigt er.