Förderstedt ( dw ). Für große Aufregung sorgen immer noch zwei am vergangenen Donnerstag entflohene Hunde in Förderstedt. Die Tiere waren dem Besitzer nämlich ausgebüxt und sogar bis an die Kindertagesstätte gekommen. Gefährlich, denn nach dem seit 1. März geltenden Gesetz zur Vorsorge gegen die von Hunden ausgehenden Gefahren werden die beiden American Staffordshire als solche eingestuft. Jetzt ist die Angst vor allem der Eltern groß. In der Verwaltung und bei der Volksstimme-Redaktion gab es Anrufe, dass die Behörden nicht richtig reagieren würden. Denn die Hunde seien nicht zum ersten Mal ausgebrochen. Das Staßfurter Ordnungsamt bestätigt den Vorfall, wehrt sich aber gegen den Vorwurf nicht gehandelt zu haben. " Sofort als wir Kenntnis von den Hunden an der Kindertagesstätte bekamen, waren Mitarbeiter des Außendienstes vor Ort im Einsatz ", sagt Ordnungsamtsleiterin Susanne Henschke.

Ordnungsamt

schreitet sofort ein

Die Tiere wurden mit Hilfe des Besitzers wieder eingefangen. Sie seien durch eine kleine Tür zum Fahrradstellplatz gelangt, von dort auch auf den Hof. Die Kinder waren zu der Zeit im Gebäude, sahen die Hunde aber am Fenster. Das Haupttor war verschlossen.

Susanne Henschke ist mit den Eltern einer Meinung, dass so was nicht passieren darf. Sie reagiert aber auf Kritik, dass die Hunde schon mehrfach ausgerissen seien und das Amt nicht tätig wurde. " Eine Anzeige liegt uns für einen Fall im vergangenen Jahr vor. " Danach sei der Halter beauflagt worden, sein Grundstück zu sichern, was auch geschehen sei. " In der Folge gab es bis Donnerstag keine Auffälligkeiten der Tiere, die uns gemeldet wurden. "

Der Hundehalter muss nach einer Anzeige jetzt zuerst mit einem Verwarngeld rechnen, denn er hat gegen die Leinenpflicht innerhalb geschlossener Bebauung verstoßen. Außerdem hat das Ordnungsamt den Mann aufgefordert, einen Wesenstest für die Tiere, nach dem neuen Gesetz gefordert, sowie eine Halterbefähigung innerhalb einer gewissen Zeit nachzuweisen. Passiert das nicht fristgerecht, kann das Amt weitere Schritte einleiten, bis zur Abnahme der Hunde. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes hätten sich außerdem davon überzeugt, dass das Gelände, auf dem die Hunde lebten, wieder gesichert sei. " Im Rahmen der Gefahrenabwehr haben wir alles uns mögliche gemacht ", sagt die Ordnungsamtsleiterin.

Eltern haben weiter

Angst um Kinder

Für die Eltern vorerst nur ein schwacher Trost, das Gefühl von Unwohlsein bleibt : " Solange nichts passiert, schauen alle über solche Vorfälle hinweg ", ärgert sich ein Förderstedter am Volksstimme-Redaktionstelefon.