Nienburg ( MZ ). Der Nienburger Stadtrat hat die Auseinandersetzungsvereinbarung der Verwaltungsgemeinschaft Nienburg abgelehnt. Das Papier, das die Aufteilung des Vermögens und des Personals der alten VG Nienburg auf Könnern, Bernburg und Nienburg regeln soll, war bereits in Wedlitz und Gerbitz auf Ablehnung gestoßen. Alle anderen Gemeinden hatten zugestimmt. Hintergrund ist die Gehaltseinstufung einiger Mitarbeiter und das Problem, dass den aktuellen Planungen zufolge nicht alle einstigen Nienburger Verwaltungsleute zurück nach Nienburg kommen können.

Er werde noch einmal das Gespräch mit Bernburgs Oberbürgermeister Henry Schütze suchen, sagte Bürgermeister Markus Bauer. Problematisch seien tatsächlich die Personalkosten für die künftige 21-köpfige Stadtverwaltung. Aus Bauers Sicht ist der Aufbau der Verwaltung eine Gratwanderung, bei der man die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter und andererseits den Verwaltungshaushalt im Blick haben müsse. Daher wolle er eine mit A 13 besoldete Stelle abgeben.

Jedoch bleibe noch Zeit, die Vereinbarung müsse nicht zwingend in diesem Jahr beschlossen werden, so Bauer. Ursprünglich sollte das Thema öffentlich wie nichtöffentlich beraten werden. Harald Hartmann ( FDP ) hatte beantragt, unter Ausschluss der Bürger zu beraten. Er wollte im nichtöffentlichen Teil gar den Ausschluss des amtierenden Verwaltungschef Lutz Mittelstraß durchsetzen. Der konnte zwar im Sinne der Gemeindeordnung nicht befangen sein, weil er an Beschlüssen nicht mitwirkt, verließ aber von selbst den Raum.

Das Tauziehen um die Zusammensetzung des Personals kommt plötzlich. Schließlich waren Aufteilung und Übernahme bereits zwischen den Bürgermeistern von Könnern, Bernburg und Nienburg einvernehmlich geklärt worden.