Bernburg / MZ. Die zunächst viel gefürchtete Schweinegrippe scheint nach und nach ihren Schrecken zu verlieren. Zwar werden dem Gesundheitsamt der Landkreisverwaltung noch jeden Tag neue Viren-Befunde gemeldet, dennoch sinkt die Zahl der Infizierten stetig. " Dieser fallende Trend scheint nun anzuhalten ", erklärte Martina Unger, Amtsärztin des Salzlandkreises.

Nach den Worten der Amtsärztin wurde in der vorigen Woche ( ohne Weihnachtsfeiertage ) bei 31 Personen aus dem Salzlandkreis das neue Grippe-Virus im Labor nachgewiesen. In der Woche zuvor waren es 50 Virus-Nachweise und in der Woche vom 7. bis 13. Dezember wurde sogar in 125 Fällen das Schweinegrippe-Virus nachgewiesen. In dieser Woche ( einschließlich der Weihnachtsfeiertage ) registrierte das Gesundheitsamt 15 Fälle von Virus-Nachweisen.

" Der Verlauf der Erkrankung verläuft vor allem bei jüngeren Patienten sehr milde ", sagte Martina Unger. Positiv sei, dass es seit der erstmaligen Feststellung eines Schweinegrippe-Falls im Salzlandkreis noch keine an der Grippe Verstorbene gebe, so die Ärztin. Anfang Juni war bei einem damals 43-jährigen Mann erstmals das Schweinegrippe-Virus H 1 N 1 nachgewiesen.

Wie viele Personen im Salzlandkreis derzeit aktuell an der Schweinegrippe erkrankt sind, ist aufgrund der geänderten Meldebedingungen nicht mehr nachvollziehbar. Bis Anfang November mussten noch alle Grippe-Fälle ans Gesundheitsamt gemeldet werden.

Inzwischen wurde die Meldepflicht dahingehend geändert, dass nur noch der durch die Grippe verursachte Tod eines Menschen sowie die Fälle, bei denen im Labor das Grippe-Virus festgestellt wurde, gemeldet werden müssen.

Impfung ist noch

immer bester Schutz

Ihren Höhepunkt hatte die Schweinegrippe Anfang November. Zu diesem Zeitpunkt wurden gleich mehrere Schulen geschlossen – unter anderem die Evangelische Grundschule im Bernburger Martinszentrum. Vom 3. bis 10. November mussten die 86 Mädchen und Jungen der Grundschule zu Hause bleiben. Für die Amtsärztin stellt die Impfung gegen die Grippe noch immer den besten Schutz dar. " Es ist genügend Impfstoff vorhanden, ebenso gibt es genügend Impfstoff für Schwangere ", sagte sie. Noch immer sei es angezeigt, sich impfen zu lassen.