Im Schloss Rathmannsdorf fand am Wochenende ein Leistungsvergleich von Einrichtungen der Wohnortnahmen Beruflichen Rehabilitation in Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Dabei waren die Lehrlinge des BBRZ erfolgreich.

Rathmannsdorf. Gespannt aber nicht nervös war Sebastian Schaue, Auszubildender im ersten Lehrjahr in der Wohnortnahmen Beruflichen Rehabilitation ( WBR ) im Schloss Rathmannsdorf, vor dem Leistungsvergleich am Wochenende. " Wir haben viel gelernt, das können wir jetzt unter Beweis stellen ", sagt der junge Mann, der jetzt seine Lehre begonnen hat und deshalb zum ersten Mal dabei war. Die Prüfungskommission konnte er gleich überzeugen. In seiner Alterklasse wurde Sebastian bester Teilnehmer. " Das freut und motiviert zugleich ", sagt er stolz. Insgesamt war den Jugendlichen aus dem Schloss in Rathmannsdorf der Erfolg beschieden. Das Berufliche Bildungs- und Orientierungszentrum ( BBRZ ) wurde Sieger beim Leistungsvergleich der Auszubildenden innerhalb der Landesarbeitsgemeinschaft von Einrichtungen Wohnortnaher Beruflicher Rehabilitation in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Gordon Neumann aus dem dritten Lehrjahr lieferte die beste Arbeit ab. Ihm folgte auf dem zweiten Platz Matthias Hertel vom Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland Billberge bei Stendal. Dritter ist Alexander Ducke aus Dessau.

Motivation

und Gemeinschaft

Zum neunten Mal in Folge veranstaltete das BBRZ in Rathmannsdorf denn Wettbewerb am Freitag und Sonnabend. Organisiert wird er von der internen Arbeitsgruppe Bautechnik unter der Leitung von Gerhard Hirsch und Ronald Luther und bei Mitwirkung von Uli Lohmeyer. 18 Jugendliche aus neun Einrichtungen – von Saalfeld, über Magdeburg, Sondershausen, Halle oder Wittenberg – nahmen daran teil. Sie alle qualifizierten sich schon bei Wettbewerben in den eigenen Einrichtungen. Der Leistungsvergleich zog sich über zwei Tage, umfasste sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Arbeitsteil. Die Aufgaben wurden dabei von der Arbeitsgruppe Bautechnik erstellt. " Im Schwierigkeitsgrad orientierten sie sich am Ausbildungsstand, an den Lehrjahren und an den fachtheoretischen Lernfeldern der Berufsschule ", sagt Gerhard Hirsch. Das Los entscheide, wer was machen müsse.

Eine Prüfungskommission, bestehend aus Ausbildern und Berufschullehrern, bewertet dann die schriftlichen Leistungen und die gemauerten Arbeiten. Dabei kommt es auf viele Aspekte an. " Lot, Waage und Maßhaltigkeit werden dabei genauso mit Punkten versehen wie der Arbeitsschutz, die Sauberkeit und die Handhabung der Werkzeuge ", erklärt Hirsch. Die Prüfer schauen den Lehrlingen deshalb auch schon bei der Arbeit im traditionellen Mauerstil über die Schultern.

Hohes Niveau

der Ausbildung

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt, wie der Arbeitsgruppenchef weiß : " Ein solcher Wettbewerb simuliert Prüfungssituationen und dient den Jugendlichen als gute Vorbereitung ", sagt Gerhard Hirsch.

Bei allem kam aber die Gemeinschaft nicht zu kurz. Die Jugendlichen aus den verschiedenen Häusern wüssten nicht nur um den gemeinsamen Ausbildungsstand, sie kämen auch in gemütlichen Runden zusammen, würdem miteinander sprechen und sich und kennenlernen. " Ein Motivationsschub für die eigene Ausbildung ", meint Gerhard Hirsch. Er ist nicht nur stolz auf den eigenen Erfolg innerhalb des BBRZ, sondern freut sich über die große Resonanz des Leistungsvergleiches. " Der Wettbewerb ist Bestätigung des hohen Ausbildungstandes in allen Einrichtungen. Darauf können die Jugendlichen zurecht stolz sein. "

Bestplatzierte

• Gesamtsieger : 1 ) Gordon Neumann ( Rathmannsdorf ) 2 ) Mathias Hertel ( Billberge ) 3 ) Alexander Ducke ( Dessau )

• Erstes Lehrjahr : 1 ) Sebastian Schaue ( Rathmannsdorf ) 2 ) Jens Stage ( Magdeburg )

• Zweites Lehrjahr : 1 ) Alexander Ducke ( Dessau ) 2 ) Thomas Zorn ( Saalfeld ) 3 ) Robert Birth ( Saalfeld )

• Drittes Lehrjahr : 1 ) Gordon Neumann ( Rathmannsdorf ) 2 ) Mathias Hertel ( Billberge ) 3 ) Tobias Neumann ( Magdeburg )