Staßfurt. Die Stadtverwaltung will das Rathaus in der Hohenerxlebener Straße besser schützen. Das soll mit einem Zaun und einem Tor erreicht werden, für die mit Kosten in Höhe von rund 16 000 Euro zu rechnen ist.

Der zuständige Fachbereichsleiter Wolfgang Kaufmann begründete den Vorstoß in der jüngsten Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses des Stadtrates mit den exorbitanten Ausmaßen des Vandalismus, der sinnlosen Zerstörungen, des Diebstahls und der Beschmutzungen, die dort insbesondere an den Wochenenden an der Rückseite registriert werden. " Das bedeutet dann aber auch, dass das Gelände nach Dienstschluss von den Anwohnern des Jahnplatzes nicht mehr als Durchgang genutzt werden kann ", sagte Kaufmann.

Das stieß bei Niko Zenker ( SPD ) auf Ablehnung. " Ich finde es sehr schön, dass unser Rathaus so offen ist ", meinte er. Ein Zaun könne den Vandalismus nicht eindämmen und sehe auch nicht gut aus. Besser wäre da schon ein 24-Stunden-Wachdienst.

" Offenheit lädt ein ", sagte der stellvertretende Neundorfer Ortsbürgermeister Klaus Maaß ( Die Linke )

Der Chef der Fraktion Unabhängige Wählergemeinschaften, Hartmut Wiest, sagte, wenn die Stadt nach solchen Vorkommnissen eine bestimmte Anzahl an Anzeigen bei der Polizei eingereicht habe, könne man dort über eine Videoüberwachungsanlage nachdenken. " Das führt schon zur Abschreckung ", ist Wiest überzeugt.

" Möglicherweise wir der dafür notwendige Anzeigenschwellenwert nicht ereicht ", glaubt Kaufmann. Er sicherte Wiest zu, den Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 26. November darüber zu berichten, wie viele Straftaten und Ordnungswidrigkeiten dort in letzter Zeit verübt wurden.

Harald Weise ( Unabhängige Bürgervertretung Staßfurt ) wollte von der Führungsspitze der Stadtverwaltung wissen, wie viele Kontrollen in diesem Bereich durchgeführt werden. " Die gibt es fast jeden Tag ", sagte Kaufmann.

" Wir müssen auch mal Flagge zeigen ", meinte Siegfried Klein ( CDU ). Selbst in den Abendstunden könne man beobachten, dass sich Personen auf der Treppe an der Rückfront aufhalten. Zudem werde das Gelände als Hunde-Gassi-Weg benutzt und auch verschmutzt. Klein : " Ich glaube, dass wir die Leute mit Videos nicht in den Griff bekommen. "

Deshalb stimmten am Ende vier Ausschussmitglieder für einen Zaun, zwei waren dagegen.