Egeln. Um 1600 wurde sie als Drahenschwanzscheune erbaut, wobei der eigentümliche Name sicherlich von dem spitzen Ostgiebel des Gebäudes herrührt, der direkt dem ehemaligen Burggraben vor der Oberburg folgte.

Mit einer Mauerstärke von 1, 20 Meter war sie nicht nur wehrhaft, sondern schützte die dort eingelagerten Feldfrüchte vor Wärme wie vor Kälte.

Die vielen Fenster die man nun auf der Vorder- und der Rückseite sieht, wurden erst ab 1950 hereingebrochen, als die Scheune zum Lehrlingswohnheim des Volkseigenen Gutes ( VEG ) Egeln umgebaut wurde.

Als 1990 das VEG aufhörte zu existieren, wurde es noch eine zeitlang von Vereinen, einer Fahrschule und der Abwicklungsgruppe des VEG genutzt.

Auch bei den ersten Burgfesten konnten dort noch Mitwirkende übernachten, denn einige Zimmer waren noch immer internatsmäßig eingerichtet. Dann kam jedoch eine Entkernungsmaßnahme, wo Heizkörper und Türen herausgerissen und auch die Sanitäranlagen entfernt wurden.

Mehrfache Pläne aus dem Gebäude einen für Egeln dringend benötigten größeren Saal oder ein Haus der Vereine zu machen, wurden bisher immer niedergeschlagen.

Doch bereits im Frühjahr dieses Jahre wurde das Dach repariert und seit Anfang der vergangenen Woche sieht man wieder Handwerker auf dem Dach, die den Schornsteinkopf sanieren, damit wieder eine Heizmöglichkeit angeschlossen werden kann.

" Neues Leben in altern Mauern ", hieß schon einmal ein Artikel über die Drachenschwanzscheune. Ist es nun soweit ?