Bernburg / Schönebeck / Großmühlingen. Um " Bürgerschaftliches Engagement für Dorfkirchen " ging es bei einer Tagung des Landesheimatbundes in Bernburg. Mitveranstalter war das Forschungsprojekt Kirchbaufördervereine sowie der Landestourismusverband Sachsen-Anhalt. Auch zwei Vertreter des Kirchbauvereins St. Petri Großmühlingen waren vor Ort.

Bernburg wird nach der Gebietsreform zum 1. Januar 2010 acht Dorfkirchen dazubekommen, die Kirche sei der Mittelpunkt des Dorfes, er könne sich kein Dorf ohne Kirche vorstellen, erklärte Bernburgs Oberbürgermeister Henry Schütze stellvertretend für viele andere Engagierte. Dr. Jörn Weinert, Geschäftsführer des Landesheimatbundes und gleichzeitig Sprecher derArbeitsgruppe Bürgerschaftliches Engagement im Kulturbereich wies darauf hin, dass unentgeltliches Engagement von Bürgern für Bürger, für das Sich-Kümmern um Kultur, nicht hoch genug bewertet werden kann, Als Lichtblicke benannte er die Vertreter Großmühlingens und Groß Rosenburgs. In Sachsen-Anhalt gibt es mehr als 200 Kirchbauvereine.

Auf der Tagung in Bernburg fand auch die Ehrung der Dorfpaten 2009 statt, insgesamt sieben Auszeichnungen als Dorfpate konnten verliehen werden. Gleich zwei Dorfpaten konnten aus dem Schönebecker Gebiet ausgezeichnet werden : Gabriele Gödeke vom Kirchbauverein St. Petri Großmühlingen und Hartmuth Nothdurft von der Kommunalen Beschäftigungsagentur Schönebeck ( KoBa ). Neben einer Urkunde gab es auch ein Buch über zeitgenössische Glasmalerei in und aus Sachsen-Anhalt und eine Original-Graÿ k von Manfred Augurzki " Romanische Kirche Melkow ". In den Vorträgen kamen auch die Strukturen der Kirchbaufördervereine zur Sprache : Der größte Kirchbauverein habe gerade einmal sechs, der größte mehr als 250 Mitglieder, erklärte Grietje Neugebauer, Pfarrerin vom Forschungsprojekt

Kirchbaufördervereine an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Mehr als 8000 Personen seien insgesamt in den Fördervereinen in Sachsen-Anhalt organisiert. Die Referentin hob die Zusammenarbeit mit Feuerwehren, Kulturvereinen, Chören und anderen hervor. Außerdem ging es um Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit. Über ein geplantes Projekt wird die Volksstimme gesondert berichten. Das Ergebnis der Tagung fasste Dr. Weinert zusammen : " Die ganze Arbeit steht und fällt mit den Personen, die sich engagieren. Die Vernetzung von Kirchbaufördervereinen – ja es macht Sinn. Wir werden weiter daran konzentriert arbeiten. "