Nach dem großen Innenstadtfest " Staßfurt in Flammen " ziehen die Veranstalter vom Gerwerbeverein " Staßfurt – Stadt an der Bode " eine positive Bilanz. " Die fünfte Auflage des Festes ist gut gelungen. Das Programm zog viele Besucher. Das zeigt : Wir sind auf dem richtigen Weg ", sagt Vereinsvorsitzender Ronald Tessmer.

Staßfurt. Während einer Mitgliederversammlung werteten der Vorstand und die Mitglieder des Vereins die Veranstaltung jetzt aus. Tessmers besonderer Dank richtet sich deshalb an die vielen freiwilligen Helfer von Unternehmen und Vereinen, die zum Gelingen von " Staßfurt in Flammen " beigetragen hätten. Aber auch an die Wirtschaftsförderung der Stadt, die in diesem Jahr zum ersten Mal mit im Boot war und das Fest im Internet bewarb.

Mitorganisator Klaus-Dieter Pusch zeigt sich ähnlich begeistert. Er hebt vor allem das Bühnenprogramm der Band Tänzchentee sowie der Sängerin Annemarie Eilfeld und die sich anschließende zweistündige Autogrammstunde hervor. " Das hat uns zusätzliche Gäste gebracht für das erfolgreichste Fest, das wir jemals auf die Beine gestellt haben. " Genaue Abrechnungen lägen noch nicht endgültig vor. Man könne aber sagen, dass ein kleines Plus übrig bleibe, das als finanzieller Grundstock für das kommende Jahr genutzt werde, nachdem man in den ersten drei Jahren ständig mit einem Minus leben musste.

Nichts ist so gut, dass es nicht noch besser gemacht werden könnte, war auch die Devise auf dem Mitgliedertreffen. So gab es nicht nur gegenseitiges Schulterklopfen, sondern durchaus auch Kritik. Zunächst muss das Müllproblem genannt werden. Astrid Nicolin von der Fleischerei Arnold sprach es an, forderte auch alle Händler auf, an ihren Ständen für mehr Ordnung zu sorgen. " Das gehört einfach zu einem guten Image, das von den Händlern auch auf das Fest ausstrahlt ", so die Unternehmerin. Im kommenden Jahr sollen deshalb noch mehr Müllkörbe und -säcke gestellt und regelmäßig geleert werden. Daneben, so Pusch, arbeite man in Zusammenarbeit an der Anschaffung von Mehrzweckbechern, die auf allen Veranstaltungen in der Stadt genutzt werden könnten und für die auch Pfand verlangt werden könnte.

Angesprochen wurde auch die Sicherheit für die Gäste. So kamen die Rettungswege zur Sprache, wurden als zu eng kritisiert. Auch hier konnte der Vorstand einlenken. " Die Stadt legt Sicherheitsstandards über Auflagen fest und kontrolliert sie ", so Tessmer. Alles sei eingehalten worden. Außerdem habe die Feuerwehr mit einem Fahrzeug die Wege abgefahren. In diesem Zusammenhang lobte Gerald Lutze in der Doppelfunktion als Polizeibeamter und Vorsitzender des Kegelvereins das Auftreten des Sicherheitsdienstes, das stets zuvorkommend und erklärend war. " So hat es keine Zwischenfälle oder Auseinandersetzungen gegeben ", bilanziert Lutze.

Intern diskutierte der Gewerbeverein noch über die Standgebühren für " Staßfurt in Flammen ", die 2010 im Vorfeld und mittels Verträgen einkassiert werden, über mögliche Stellvarianten der Anbieter um alle gleichberechtigt auftreten zu lassen, über die Stromversorgung aber auch über eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge. Die, so Roland Tessmer und Klaus-Dieter Pusch, sei nötig, um weiterhin Veranstaltungen im Format des Flammenfestes abhalten und den gehobenen Ansprüchen der Gäste gerecht werden zu können.