Staßfurt ( dw ). Wie soll weiter mit dem Leerstand in den Kleingartenanlagen in Staßfurt und den Ortsteilen verfahren werden ? Diese Frage steht heute Abend als Diskussionspunkt auf der Sitzung des Staßfurter Stadtrates. Fest steht, dass der Leerstand in den Vereinen wächst, maßgeblich bedingt durch den starken Einwohnerrückgang sowie den gesellschaftlichen und sozialen Wandel. Der Altersdurchschnitt bei den organisierten Laubenpiepern wächst. Immer weniger Gärtner müssen immer größere Flächen bewirtschaften. Für die wenigen jungen Menschen in der Region ist ein eigener Garten unattraktiv oder nicht finanzierbar.

Weil alle Flächen, auf denen die Kleingartenvereine ihre Parzellen haben, der Stadt gehören, hat das Rathaus in Zusammenarbeit mit dem Staßfurter Regionalverband der Kleingärtner als Generalpächter für die meisten Anlagen und den Vereinen selbst ein Kleingartenentwicklungskonzept erarbeitet. Damit sollen den gegenwärtigen Entwicklungen entgegengewirkt und Entwicklungsimpulse gesetzt werden. Dabei geht es um die strukturelle Anpassung und die weitere städtebauliche Entwicklung. Das bedeutet : Schwerpunktanlagen mit großem Entwicklungspotenzial sollen konzentriert, leerstehende Flächen dagegen verschiedenfach umgestaltet oder zurückgebaut werden. Durch entsprechende Entwicklungspläne und Maßnahmebeschreibungen zur weiteren Flächennutzung und Umsetzung soll das Konzept konkretisiert und detailliert werden. Die Räte werden heute Abend ab 18. 30 Uhr im Saal der Stadtwerke über den Stand des Kleingartenentwicklungskonzeptes informiert und diskutieren die Vorschläge der Stadt.

Ein weiterer wichtiger Themenkomplex auf der Stadtratssitzung ist der Haushalt 2008. Die Jahresrechnung soll festgestellt und Oberbürgermeister René Zok entlastet werden. Gleiches gilt für den Etat des vergangenen Jahres in der ehemaligen Gemeinde Neundorf. Unmittelbar mit dem Haushalt hängt auch die Hebesatz-Satzung der Steuern in Staßfurt und den Ortsteilen zusammen.

Themen sind ferner die Bestätigung der Entwurfsplanung für den Gebäudekomplex Großer Markt und die weitere Umsetzung als IBA-Projekt.

Für viel Zündstoff im Vorfeld sorgten die Beschlüsse zur Vergabe der Obdachlosenversorgung, der Fundtierunterbringung und zur Umzäunung des Rathauses in der Hohenerxlebener Straße. Auch hierzu muss sich der Rat heute Abend in Abstimmungen positionieren.

Der erste Teil der Sitzung ist öffentlich. Bürger haben die Gelegenheit Fragen zu stellen.