Staßfurt ( dw ). Rund 160 000 Euro investiert die Stadt in die Umgestaltung des Kaligartens. Das Projekt ist ein Abschnitt der Arbeiten zur IBA ( Internationale Bauausstellung ) 2010. " Ziel ist, das Areal an das Gelände des Stadtsees besser anzubinden und optisch beide Teile zu vereinen ", erklärt Bau-Fachbereichsleiter Wolfgang Kaufmann. So wird es im Kaligarten zukünftig mit Kleinsteinpflaster ausgestatte Wege und große Rasenbereiche geben. Die Stadt reduziere damit auch den Pflegeaufwand und die einhergehenden Kosten.

Gegenwärtig ist ein Gartenund Landschaftsbauunternehmen damit beschäftigt den Wildwuchs – Hecken und Sträucher – zu entfernen sowie alte versiegelte Flächen aufzunehmen. Wolfgang Kaufmann macht aber klar, dass sich am gewachsenen Baumbestand nichts ändert. Der Fachbereichleiter reagiert damit auf Kritik, die das Rathaus und auch das Volksstimme-Lesertelefon erreichte. " Es werden keine alten Bäume entfernt ", so Kaufmann unter dem Verweis, dass es im Bereich Geleitstraße sogar einige Neuanpflanzungen gebe. Allerdings seien wild wachsende Frühblüher bei den Bauarbeiten verlorengegangen. Aber, so der Fachbereichsleiter, am Stadtsee würden andere Pflanzen, aufgereiht in verschiedenen Ebenen, die Senkungsgrade sinnbildlich darstellen.

Nach der Umgestaltung des Kaligartens sollen die historischen Schachtanlagen Mittelpunkt des Platzes sein und die ihnen gegenüberliegenden Mauer- und Treppenanlagen. " Sie werden im Zuge der Baumaßnahmen aufgearbeitet. "

Im Zusammenhang mit der IBA und der Umgestaltung des Kaligartens müssen auch die Arbeiten an der Fassade der ehemaligen Kaliverwaltung gesehen werden. Hier wurden ein Anbau und ein Schornstein abgerissen. Derzeit entsteht ein neuer Eingangsbereich mit einer gestalteten Treppe, auch der behindertengerechte Eingang zur Geleitstraße wird effizienter umgebaut. Die Arbeiten kosten 240 000 Euro. Wolfgang Kaufmann weist auf eine Besonderheit hin. So sei im Bereich des ehemaligen Schornsteins noch ein Rest des Ziergesimses erhalten. " Das soll sichtbar gemacht werden und an den für die Entstehungszeit des Hauses typischen Baustil erinnern. " Den geplanten Fertigstellungstermin Mitte Dezember schaffe man nicht, so der Fachbereichsleiter. Aber zum Salzlandfest sei der Kaligarten fertig und als Kinderund Jugendbereich in jedem Fall nutzbar.