Brumby ist Ortsteil von Staßfurt. Doch im Telefonbuch " Das Örtliche " fehlt eine Übersicht der Telefonnummern. Das wollte die Fraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaften ( UWGn ) im Stadtrat jetzt ändern. Die eingebrachte Beschlussvorlage fand allerdings keine Mehrheiten. Dennoch sollen Gespräche mit der Redaktion geführt werden, das Telefonbuch paßgenau auf die neuen Verhältnisse in der Stadt nach der Eingemeindung anzugleichen.

Staßfurt / Brumby. Information und schnelle Übersichtsmöglichkeiten gehören zum Komfort, den sich Bürger wünschen und den sie auch gern nutzen. Bei Telefonbüchern ist das besonders der Fall. Nach der Gebietsreform aber fehlt es an einer gesamten Übersicht für die Stadt Staßfurt. Ein Ortsteil, nämlich Brumby, ist nicht im Telefonbuch der Stadt erfasst. Das will die Fraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaften ( UWGn ) im Staßfurter Stadtrat nicht länger hinnehmen. Dehalb sollte Oberbürgermeister René Zok per Beschluss beauftragt werden, mit der Redaktion des Telefonbuchs " Das Örtliche " Verhandlungen zu führen mit dem Ziel, dass die Ausgabe " Aschersleben, Staßfurt und Umgebung " künftig auch den Ortsteil Brumby und die Stadt Calbe mit aufführt. Die Beziehungen zwischen Brumby und Staßfurt sind klar. Warum aber Calbe ? " Durch die enge Verden Einwohnern des Ortsteiles Brumby zu ermöglichen, auch Kommunikationsziele der nächstgelegenen Stadt Calbe zu recherchieren ", heißt es umfangreich in der Beschlussvorlage der UWGn. Schon jetzt gehört Brumby in den Telefonflechtung des Ortsteiles Brumby mit der Stadt Calbe ( Gymnasium, Einkauf, Dienstleistungen, Ärzte, Sportund Kulturveranstaltungen sowie Bevölkerungskontakte ) ist es sinnvoll, die Stadt Calbe / Saale mit aufzunehmen, um es buchbereich von Calbe. Fraktionsmitglied Wolfgang Günther ( Wir für Brumby ) betont die Brisanz des Anliegens : " Die Leute wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen. " Nach wie vor hätten die Brumbyer das Gefühl, sie gehörten nicht dazu. Und Fraktionschef Hartmut Wiest geht noch weiter. " Die Verwaltung muss für eine einheitliche Informationsbasis sorgen und sicherstellen, dass es umfangreiche Informationsgrundlagen gibt. " Auch wenn es, wie Wiest zugibt, schwierig sei, auf private Unternehmen, wie es die Redaktion von " Das Örtliche " ist, einzuwirken, gehöre das zur Daseinsvorsorge, so der Fraktionsvorsitzende.

Dass er diese Fürsorge nicht ernst nehme, ließ Oberbürgermeister René Zok nicht auf sich sitzen. Wie Wiest richtig argumentierte, könne die Verwaltung dem Privatunternehmer als Herausgeber nicht vorschreiben, wie das Telefonbuch auszusehen habe, sondern lediglich Vorschläge unterbreiten. " Daran arbeiten wir auch ", sagte der Stadtchef. Deshalb aber die Erfüllung der Daseinsvorsorge infrage zu stellen, könne nicht angehen, so Zok. " Was soll ich machen ? Selbst ein Telefonbuch herausgeben ? Das kann es doch nicht sein !"

Die CDU-Fraktion sieht das ähnlich. " Eine Beschlussvorlage macht Druck, das geht nicht ", sagte deren stellvertretender Vorsitzender Heinz-Jürgen Czerwienski. Es müsse eher einvernehmliche Gespräche geben. Der Stadtrat lehnte den UWGn-Antrag bei der Abstimmung mehrheitlich ab.