Großeinsatz für die Kameraden der Staßfurter und Löderburger Ortsfeuerwehren. In der Nacht zu gestern brannte in der Staßfurter Industriestraße ein Holzlager. Verletzt wurde durch das Feuer und im Einsatz glücklicherweise niemand.

Staßfurt. Als die Kameraden der Freiwilligen Ortsfeuerwehr gegen 23. 40 Uhr Donnerstagnacht am Unglücksort in der Staßfurter Industriestraße eintreffen, brennt die Lagerhalle lichterloh. " In dem Gebäude befand sich Holz, welches dem Feuer ‚ gute Nahrung ‘ bot ", sagt Mario Dingethal, Pressesprecher der Staßfurter Ortsfeuerwehr. Die Einsatzkräfte aus der Salzstadt waren mit Drehleiter, Einsatzleitwagen, Löschgruppenfahrzeug und einem Tanklöschzug ausgerückt, alarmiert nach der Ausrückeordnung für einen Großbrand. " Nach der ersten Lageerkundung wurde klar, dass das Feuer die Halle schon zu stark erfasst hatte und nicht mehr gerettet werden konnte ", so Mario Dingethal. Die Kameraden beganngen dennoch einen Löschangriff und sicherten vor allem auch nebenstehende Gebäude ab. Nicht ganz ungefährlich, wie der Feuerwehrsprecher beschreibt. " An die Lagerhalle grenzen mehrere schwer zugängliche Garagen, in denen sich laut Aussagen von Passanten noch Baumaterial und ein Auto befanden. In zwei der Garagen sogar unbekannter Inhalt. " Die Gebäude wurden deshalb von den Kameraden der Feuerwehr geöffnet, um weitere Gefahrenquellen auszuschließen. " Die Dachhaut der Garagen bis zum First, welcher unmittelbar an die brennende Lagerhalle grenzte, wurden mit Wasser besprüht, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern ", nennt Dingethal weitere Sicherungsmaßnahmen.

Der Einsatz in der Industriestraße

wirkte auf die Staßfurter

Feuerwehrleute wie ein " Déjà vu ", so der Pressesprecher. Denn schon im April 2007 brannte eine Lagerhalle der ehemaligen PGH ( Produktinsgenossenschaft des Handwerks ) Leuchtenbau auf dem gegenüberliegenden Grundstück in der Industriestraße.

Polizei vermutet

Brandstiftung

" Viele Kameraden erinnerten sich noch an das große Feuer an fast identischer Stelle im April 2007. " Und an damit verbundene Probleme. " Denn da die Löschwassersituation an dieser Stelle auch aus der Erfahrung dieses Einsatzes nicht gut ist, entschloss sich die Einsatzleitung Donnerstagnacht unmittelbar nach Eintreffen am Einsatzort zur Nachalarmierung einer weiteren Feuerwehr. " Die Kameraden aus Löderburg kamen hinzu. Die Einsatzkräfte führten den Erstangriff über das Tanklöschfahrzeug der Staßfurter Wehr, während in der Industriestraße aus einen Hydranten vor der ehemaligen Berufsschule eine stabile Wasserversorgung aufgebaut wurde.

Nach rund zwei Stunden, so Mario Dingethal, konnte erstmals " Wasser halt !" gegeben werden. Die Suche nach Glutnestern und ihr Ablöschen nahm eine weitere halbe Stunde in Anspruch. Gegen 2. 30 Uhr fuhren die Einsatzkräfte in ihre Feuerwehrhäuser zurück und bereiteten die Ausrüstung nach. " Arbeiten wie das

Schlauchtauschen und reinigen von Geräten, die gut eine Dreiviertelstunde in Anspruch nehmen. " Die Feuerwehrleute standen trotzdem Freitagmorgen wieder pünktlich auf der Matte und erschienen pünktlich an ihren Arbeitsplätzen.

Viel zu tun hatten gestern auch die Beamten des Revierkommissariates der Polizei in Staßfurt. Sie nahmen am Unglücksort die Ermittlungen auf, um der Brandursache auf die Spur zu kommen. " Wir gehen von einer möglichen Brandstiftung aus ", sagte Dirk Brümmer, Leiter des Revierkommissariates in Staßfurt, ohne weitere Anhaltspunkte zu nennen. Nur soviel : " Ein Holzstapel in einer überdachten Halle fängt nicht einfach an zu brennen. " Außerdem hätten Zeugen Personenbewegungen am Tatort bemerkt. Trotzdem würden die Ermittlungen der Polizei aber in alle Richtungen laufen und sich nicht auf eine These konzentrieren, so Brümmer. Zum durch den Brand entstandenen Sachschaden konnten die Einsatzkräfte und der Besitzer des Holzes gestern noch keine Angaben machen.

Die Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung, um den Fall aufklären zu können. Sie fragt, wem Personen oder Fahrzeuge am Brandort aufgefallen sind.

Hinweise nehmen das Revierkommissariat Staßfurt unter der Rufnummer ( 0 39 25 ) 85 80 oder jede andere Polizeidienststelle vertraulich entgegen.