Staßfurt ( dw ). Die Stadt schreibt derzeit die Unterhaltung des Obdachlosenheims neu aus. Das Haus wurde bisher vom Staßfurter Initiativkreis für Arbeitsbeschaffung und Bildung betrieben, der Verein stellte auch das Personal. Nach der Insolvenz des Initiativkreises musste die Stadt aktiv werden. Denn die Betreuung von Menschen ohne festen Wohnsitz gehört zur Gefahrenabwehr. So wie auch der Betreibung der Staßfurter Tafel und des Jugendfreizeittreffs Glashaus wurde die Führung des Obdachlosenheims vertraglich geregelt und vom Verein Integration, Beschäftigung und Soziales ( IBS ) aus Eisleben übernommen. " Durch die plötzliche Insolvenz des einstigen Trägers mussten wir dieses Verfahren wählen, damit die Aufgabe der Obdachlosenbetreuung weiterhin erfüllt werden kann ", erklärt Wolfgang Kaufmann, Fachbereichsleiter für Sicherheit, Ordnung, Bauen und Stadtsanierung. Eine umfangreiche Ausschreibung sei aufgrund der gebotenen Eile nicht gegeben gewesen und wird nun nachgeholt. Zum 1. Januar 2010 soll ein neuer Träger die Obdachlosenbetreuung übernehmen.

In Staßfurt können die Menschen ohne eine eigene Wohnung über Nacht in einer Unterkunft bleiben. Hier gibt es 15 Plätze, fünf werden derzeit genutzt. Außerdem stehen den Bedürftigen sanitäre Einrichtungen zur Verfügung.

Die Ausschreibungssituation stellt sich schwierig dar, weil sie in den Zuständigkeitsbereich des Gemeinschaftsausschusses fällt. Die Verwaltungsgemeinschaft Staßfurt existiert aber im kommenden Jahr mit der Eingemeindung von Amesdorf nach Güsten nicht mehr. Also auch das Gremium nicht.

Oberbürgermeister René Zok will deshalb auch die Fachausschüsse des Stadtrates über Ergebnisse der Ausschreibung informieren.