Staßfurt. Die Staßfurter Verkehrswacht hat ihr neues Herbst-Winter-Semester Verkehrsschulungen eröffnet. Dabei wurde in gewohnter Form das Verkehrsunfallgeschehen im Salzlandkreis für den Zeitraum Januar bis August 2009 im Vergleich zum Vorjahr durch Polizeioberkommissar Gerald Lutze von Staßfurter Revierkommissariat vorgenommen.

Bei der ersten Veranstaltung reichten wiederum die Plätze nicht aus, so dass zusätzliche Stühle geholt werden mussten.

Ein Unfalltoter weniger als im Vorjahreszeitraum

" Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist im Landkreis von insgesamt 3728 auf 3902 leicht gestiegen, davon im Revierkommissariat Staßfurt von 996 auf 1016 ", führte der Referent aus. Dabei sank die Zahl der Leicht- und Schwerverletzten etwas. Mit drei zu beklagenden Todesopfern wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eins weniger registriert, fügte er an.

Als Hauptunfallursachen nannte der Polizeioberkommissar an erster Stelle zu geringer Abstand, dann folgten die Wildunfälle, zu hohe Geschwindigkeit und Nichtbeachten der Vorfahrt.

" Erschreckend hoch sind die Unfälle mit Fahrerflucht gestiegen, von 609 auf 669 im Landkreis und anteilig von 164 auf 168 in unserem Bereich ", wertete Lutze weiter aus.

Danach ging er auf einige neue Regelungen für die Radfahrer ein. " Der Zwang zur Benutzung von ausgeschilderten Radwegen bleibt bestehen, aber allgemein soll der Radfahrverkehr wieder auf die Straße verlagert werden ", informierte der Verkehrsbeauftragte unter anderem, ebenso über den Wegfall einiger Verkehrszeichen.

Den Abschluss der ersten Schulung bildeten dann eine intensive Diskussion und Fragen der Teilnehmer zu aktuellen Verkehrsproblemen in der Stadt und der Region.