Staßfurt. " Prima, dass wir den Amtswechsel gemeinsam machen, das gab ‘ s vorher noch nie ", freute sich Manfred Metzger, Landesbeauftragter der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk ( THW ) für Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt am Sonnabend in Staßfurt.

Die bisherigen THW-Ortsbeauftragten Andreas Kunze ( Staßfurt ) und Wolfgang Genseke ( Calbe ) verlassen die Kommandobrücken ihrer Ortsverbände. Metzger hob in seiner Dankesrede hervor, dass es Andreas Kunze ( 55 ) mit viel Feingefühl geschafft habe, Helfer zu motivieren. Konstruktive Vorschläge hätten ihn ausgezeichnet. Kunze leitete den OV Staßfurt, der heute 96 Helfer hat, seit dem 1. August 1993. Wie ihm überreichte Manfred Metzger auch Wolfgang Genseke erstmals die Ehrenplakette des THW-Präsidenten in Anerkennung jahrelanger Bereitschaft zur Verantwortung. Genseke ( 59 ) führte den Ortverband Calbe seit dem 26. April 1996. Mit acht Helfern habe er begonnen ihn aufzubauen, so Metzger. Heute zählt der OV Calbe einschließlich der 14 Jugendlichen 75 Helfer. " Mit seinem Wissen hat Wolfgang Genseke besonders auch beim Oder-Hochwasser 1997 viel Respekt und Anerkennung erfahren. "

Inzwischen haben die Helfer in den Ortsverbänden Staßfurt und Calbe mit Christian Wieser ( geboren 1972 ) und Olaf Kodlowski ( 1964 ) zwei Nachfolger gewählt. Sie gehören dem THW seit 1995 beziehungsweise 1996 an. Auch der Verwaltungsfachangestellte und der Ordnungsamtsmitarbeiter sammelten bereits vielfach Erfahrung bei Hochwassereinsätzen zwischen Elbe und Bode.

Landrat Ulrich Gestner lobte die gute Zusammenarbeit der drei THW Ortsverbände im Salzlandkreis, zu denen auch Bernburg zählt. " Es gab immer einen kurzen Draht zu unserer Verwaltung. Wenn es ernst wurde, konnten wir uns auf sie verlassen, ob an der Oder, an der Elbe, aber auch an Saale und Bode. " Einzelne hätten sogar internationale Einsätze absolviert. Gerstner vergaß nicht, dass das THW auch bei der jüngsten Katastrophe in Nachterstedt präsent war.

Der Schönebecker Oberbürgermeister Hans-Jürgen Haase dankte den Scheidenden herzlich " für alles, was Sie für uns geleistet haben ". Ohne das THW wäre seine Stadt beim Hochwasser 2002 nicht ohne größere Schäden davongekommen. Ähnlich erinnerte der Staßfurter OB René Zok an das Hochwasser 1994 in der Bodestadt. " Wie wichtig das THW ist, merken die Bürger immer erst, wenn die Helfer im Einsatz sind ", hob Zok hervor. Daran müsse man immer wieder erinnern. Eine Möglichkeit sei der Tag der offenen Tür, zu dem das THW Staßfurt am 3. Oktober einlädt.