Atzendorf ( kse ). Die 14. Aufl age des Atzendorfer Erntedankfestes fiel in diesem Jahr etwas größer als in den vergangenen Jahren aus, denn der bisher allein veranstaltende Heimatverein holte sich mit der Baufi rma Cosic einen starken Partner mit ins Boot. Und auch die Verlagerung vom Gelände der ehemaligen Grundschule in den Cosicpark verlieh dem Fest eine höhere Qualität.

Schon vor der offi ziellen Eröffnung hatten zirka 70 Gewerbetreibende ihre Stände aufgebaut – vom Förderstedter Landwirtschaftsbetrieb Kunze, über die Salzlandgriller aus Staßfurt, die hiesige Hausschlachterei Gröning. Fußpfl egesalons, ein Atzendorfer Küchenstudio bis hin zu einem Bastel- und Geschenkservice aus Neundorf.

Die Bastelangebote der Klasse 4 b der Grundschule Förderstedt wurden auch von vielen genutzt. Mehrere Bau-, Montage- und Ausbaufirmen waren teils mit Infoständen vertreten, darunter auch Anbieter von Ausrüstungen zur Nutzung der Sonnenbeziehungsweise Windenergie. Die Atzendorfer Dachdeckerfi rma Bormann hatte einen das Gelände überragenden Kran aufgestellt. Sogar der Luftsportverein Airport Cochstedt hatte einen Infostand aufgebaut.

An zentraler Stelle im Park war eine Bühne, von der aus die Eröffnung erfolgte. Dazu richteten Ortsbürgermeister Peter Rotter ( CDU ), Parkbesitzer Matthias Cosic und die Vorsitzende des Atzendorfer Heimatvereins, Sabine Rotter, Begrüßungsworte an die zahlreich erschienenen Besucher. Atzendorfs Sportchef Günter Döbbel nutzte dabei die Gelegenheit, die zwei Frauen, in deren Händen die Vorbereitung weitgehend konzentriert war, Diana Cosic und Sabine Rotter, mit Blumen zu ehren.

Danach traten die Linedancer aus Löderburg auf und schon musste man an das andere Ende des Parkes eilen, um die Vorführungen der Feuerwehr nicht zu verpassen. Zunächst wurde eine Explosion von Fett gezeigt, die bei falschem Handeln in jeder Küche passieren kann. Richtig ist, einfach den Deckel auf die Pfanne mit brennendem Fett zu legen. Schließlich wurde noch gezeigt, wie eine bei einem Verkehrsunfall verletzte und in einem Auto eingeschlossene Person gerettet wurde.

Inzwischen hatten sich schon die Freunde alter Autos vor ihren Fahrzeugen versammelt und fuhren mit ihren Wartburgs und Trabants über den Festplatz. Beim Fackelumzug war die Beteiligung riesengroß. Leider war die Info zur Streckenführung durch den Ort nicht sehr gut. Da keine Polizei wegen anderer Verpflichtungen erscheinen konnte und in der Atzendorfer Hauptstraße, die der Zug passieren musste, eine einseitige Verkehrsführung mit Ampelregelung vorhanden ist, musste die Feuerwehr die Zugbegleitung übernehmen.

Nach dem Umzug konnte sofort die Band den Ernteball eröffnen. Ein großer Holzstoß wurde angezündet. Mehrere kleine Feuer gaben dem Park eine übersichtliche Note. Stockbrot wurde gebacken, und in viele kleine Nischen konnte man sich zurückziehen. Aber nur bis zum Feuerwerk, denn das war unbedingt ansehenswert. Der Höhepunkt des Abends, die Travestieshow mit Lilli, Lola, Zsacsa und Marleen begann erst nach Mitternacht. Ein rasantes Showprogramm prasselte auf die Atzendorfer nieder, die es mit viel Lachen und Beifall belohnten. " Opfer " des Abends war Alt- Bürgermeister Karl-Heinz Elstermann, der mehrmals den Liebhaber der " schönen " Männer darstellen musste. Aber er trug es mit Humor.