Für noch mehr Akzeptanz ihrer im Trend liegenden Form der alternativen Energiegewinnung warb der Windparkbetreiber Prokon aus Itzehoe am Sonnabend auf dem Feld " Hohe Wuhne " bei Förderstedt. Die Windmüller aus Schleswig-Holstein legten sich mächtig ins Zeug für die nach eigenen Angaben rund 2000 Gäste. Die konnten auf drei Windkraftanlagen klettern oder sogar Hubschrauberflüge über den 2007 eröffneten Windpark gewinnen.

Förderstedt. Schnell füllte sich der abgesteckte Parkplatz auf dem Acker, auf dem die ortsansässige freiwillige Feuerwehr für Ordnung sorgte. 30 Prokon-Mitarbeiter hatten alle Hände voll zu tun, um den Aufstiegswilligen vor den drei geöffneten Windrädern das Sicherheitsgeschirr anzulegen. Viele wollten die Strapaze einer schätzungsweise siebenminütigen Steigtour auf die 85 und 100 Meter hoch gelegenen Gondeln, an denen die Rotoren hängen, auf sich nehmen. Wer die Sicht aus der Höhe etwas bequemer, aber nicht weniger atemberaubend erleben wollte, versuchte sein Glück bei der Verlosung von Hubschrauberflügen. 150 Fluggäste, schätzten die Veranstalter, kamen in den Genuss, mit dem Eurocopter die Windparks Hohe Wuhne I und II aus der Luft zu erobern.

" Mit so einem Fest bekommt Prokon auch ein Gesicht ", erklärte Knut Stübe vom Vertrieb die Bedeutung der Veranstaltung, die nach der Inbetriebnahme solcher Windparks angeboten werden. Die Akzeptanz sei bei der Bevölkerung ohnehin gewachsen. Das Unternehmen aus Schleswig-Holstein, das von Planung und Finanzierung bis zu Betrieb und Instandhaltung alles aus eigener Hand gestaltet, hat mittlerweile 30 solcher Windparks mit 227 Anlagen. Von den 220 Mitarbeitern sind 14 Service-Monteure in Kroppenstedt stationiert. Stübe spricht davon, dass der Anteil der Windenergie an der Gesamtenergieerzeugung in Deutschland seit 1995 auf fast neun Prozent gestiegen sei. Auch in Polen und Bulgarien engagiere sich die Firma bereits.