Staßfurt. Die Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes

" Bode-Wipper " Staßfurt muss sich in ihrer nächsten Sitzung mit zwei Satzungsänderungen befassen. " Sie sind aufgrund der Gesetzgebung und von Gerichtsentscheidungen notwendig ", sagte der Geschäftsführer Dr. Joachim Rosenthal.

So müsse künftig der Grundstückseigentümer als Gebührenschuldner eindeutig benannt werden, bei einem Erbbaurecht trete an dessen Stelle der Erbbauberechtigte.

Auch aufgrund der geänderten Mehrwertsteuersätze ( statt 19 % nur noch 7 % ) beim Herstellen und Erneuern von Trinkwasserhausanschlussleitungen müsse bei der Trinkwasserbeitrags- und Gebührensatzung des WAZV eine Anpassung vorgenommen werden, sagte Dr. Rosenthal.

Bevor die aus den Bürgermeistern und Gemeinderäten der Mitgliedsgemeinden bestehende Verbandsversammlung ihre abschließende Entscheidung treffen kann, wird der Verbandsausschuss das Ganze vorberaten. Dessen Sitzung fndet am kommenden Dienstag, dem 11. August ab 16 Uhr Uhr im Sitzungsraum des WAZV, Am Schütz 2 in Staßfurt, statt.

Weiterhin wird dort über den geprüften Jahresabschluss 2008 des Verbandes informiert. Er ist von der KPMG, einem internationalen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen, erstellt worden. Der Name KPMG steht für die Initialen der Gründer der Gesellschaft : Klynveld, Peat, Marwick und Goerdeler. Die Abschlussberatung mit dem Wirtschaftsprüfer aus Leipzig und dem Gemeinde- und Rechnungsprüfamt des Salzlandkreises fand am 3. August statt.

" In dem vorliegenden Entwurf des Abschlussberichtes wird dem WAZV ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt ", berichtete Dr. Rosenthal. Es werde vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag im Bereich Trinkwasser in Höhe von zirka 76 000 Euro auf neue Rechnung vorzutragen und den Jahresüberschuss im Bereich Abwasser in Höhe von zirka 298 000 Euro in die allgemeine Rücklage einzustellen.

Zu Detailfragen werden die Wirtschaftsprüfer und die Vertreter der Landkreisverwaltung in der Verbandsversammlung am 1. September Stellung nehmen, teilte der WAZV-Geschäftsführer mit.

Dr. Rosenthal will den Verbandsausschuss auch über die Übernahme der Abwasserentsorgung der Mitgliedsgemeinden des Abwasserzweckverbandes " Bodeniederung " Hecklingen informieren. " Nach derzeitigem Kenntnisstand wird vom Landesverwaltungsamt eine Anhörung beider Verbände zu einer Zusammenarbeit vorbereitet ", sagte Dr. Rosenthal.

Im nichtöffentlichen Teil sollen die auf der Basis des erteilten vorzeitigen Maßnahmebeginns öffentlich ausgeschriebenen Baumaßnahmen in Schackenthal, 2. Bauabschnitt, und Atzendorf ( u. a. Hauptstraße, Siedlungsweg ) vergeben werden. Baubeginn könnte dann Ende August / Anfang September sein.