Hundekot auf den Gehwegen, in Grünanlagen oder sogar auf den Spielplätzen ist nicht nur ekelhaft, sondern stellt auch noch eine gesundheitliche Gefahr dar. Deshalb wird dieses Thema oft in Stadt- und Gemeinderatssitzungen diskutiert. Getan hat sich aber leider noch nichts.

Staßfurt. " Ich habe schon viel gelesen in unserer Zeitug über die Verunreinigung der Straßen und Plätze durch Hundedreck. Außer über Vorschläge zur Bestrafung der Hundehalter und zur Erhöhung der Hundesteuer habe ich aber noch nichts dazu vernommen. Wie man aber mit der einkassierten Hundesteuer auch etwas für die Sauberkeit der Stadt auf diesem Gebiet beitragen könnte, darüber macht sich scheinbar keiner Gedanken ", meint Volksstimme-Leser Heribert Eschler aus Staßfurt.

Wie so etwas funktioniert, hat er bei seinem Urlaub im Nachbarland im Kurort Harrachov im tschechischen Riesengebirge gesehen und für die Volksstimme und eventuell für die Stadtverwaltung festgehalten. Dort gibt es zahlreiche gekennzeichnete Behälter, in denen sich Tüten und entsprechende Schaber aus Pappe zum Aufnehmen der Hinterlassenschaften bef nden.

Für die Ordnungshüter hat Heribert Eschler sogar auch ein Exemplar dieser Entsorgungstüten mitgebracht. " Es könnte ja sein, daß das Ordnungsamt unserer Stadtverwaltung auch an so einer Lösung Interesse zeigt ", sagte der Staßfurter.

Diskutiert wurde über dieses Thema auch schon im Neundorfer Ortschaftsrat. Hilka Waschk wollte von der Verwaltung wissen, ob es nicht auch in Neundorf möglich sei, Hundetoiletten aufzustellen.

Möglich sei das grundsätzlich, so der Chef des Fachdienstes Stadtsanierung und Bauen, Wolfgang Waschk. Ihm liegen auch schon vier Angebote vor. Danach muss man bei der Installation von zehn solcher Stationen einschließlich zehn Kartons Abfalltüten für drei bis vier Monate mit Gesamtkosten zwischen 3351 Euro, 3871 Euro, 4348 Euro beziehungsweise 8978 Euro rechnen. Berücksichtigen müssen man aber auch noch die Unterhaltungs- und Instandhaltungskosten, sagte Waschk.

Der stellvertretende Oberbürgermeister Hans-Georg Köpper sagte : " Die Hunde- und Pferdehalter, die sich heute schon verantwortungsbewusst verhalten, sorgen dafür, dass der Dreck, den ihre Tiere produzieren, wegkommt. Ob die anderen, die das bislang nicht tun, dann eine Tüte nehmen, ist fraglich. " Beachten müsse man auch, dass es sich hier um einen Kostenfaktor handele. " Also bleibt es dabei, mit Kontrollen des Außendienstes am Ball zu bleiben ", sagte Köpper.

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