Das Musical " König Keks " kommt und mit ihm ein musikalisches Großaufgebot. Der Chor des Dr .-Frank-Gymnasiums in Staßfurt kooperiert mit jungen Instrumentalisten der Kreismusikschule des Salzandkreises, um das Stück von Peter Schindler auf die Bühne zu bringen. In Staßfurt laufen die Proben auf Hochtouren.

Staßfurt. " Das Stück ist einfach süß ", sagt Franziska Giesemann, Hauptdarstellerin im Musical " König Keks ". Die 17-jährige Staßfurterin mimt Prinzessin Olivia Pfefferkorn. " Die Rolle ist witzig angelegt. Mir macht es besonders Spaß, nicht nur singen zu können, sondern auch zu spielen ", sagt Franziska, die ihre Fertigkeiten auf verschiedenen Instrumenten und auch ihre Stimme im Unterricht in der Kreismusikschule schult. Musikalisch sei das Stück voll von kleinen Herausforderungen, so die Sängerin, und deshalb spannend. " Es gibt nicht nur Solostücke, sondern auch viele Duette und Terzette oder Ensemblestellen mit dem Chor. " Da müsse alles stimmen.

Franziskas Musical-Prädikat " süß " kommt nicht von ungefähr. Das Stück lehnt sich ein bisschen an die große Liebesgeschichte von Romeo und Julia an, drückt aber nicht auf die Tränendrüse, sondern eher auf die Geschmacksnerven. Mit dem Königreich Krokantien und den Chilliinseln stehen sich zwei seit Jahrunderten verfeindete Königshäuser gegenüber, die jeweils ihre eigene Geschmacksrichtung für die richtige halten. Nicht verwunderlich, dass die Herrscher peinlichst genau darauf achten, dass ihr Nachwuchs standesgemäß heiratet. Doch gerade das geht im Fall von Prinzessin Olivia Pfefferkorn und Prinz Nougat ordentlich schief. Schuld ist, na klar, die Liebe ! König Keks von Krokantien will seinen Sohn auf die rechte Bahn bringen. Doch die Gefühle sind stärker. Bis das Böse Brösel, ein Krümelmonster, beide Reiche bedroht. Im Kampf gegen das unberechenbare Ungeheuer versöhnen sich die beiden Herrscherhäuser und es kommt – soviel sei bereis veraten – zum Happy End.

Soweit zur Handlung, die Klänge stehen in Nichts nach. Die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der Geschichte fnden in der Musik ihr Pendat. " Das, was Peter Schindler komponiert hat, lebt von Gegensätzen ", erklärt Bettina Eisenächer, Musiklehrerin am Staßfurter Gymnasium. " Während die Musik Krokantiens Anleihen aus der Welt der Operette nimmt, ist die Musik der Chilliinseln feurig und rhythmusorientiert ", erklärt die Leiterin des Chores, neben ihr bereitet Wolfgang Mader die Band vor und Dr. Peter Lecijewski wirkt als Regisseur. Diese musikalische Vielfalt begeistere schon alle Ausführenden bei den Proben und am Ende des Stückes, wenn alles zusammenkommt, sorge sie für einen ganz besonderen Effekt, sagt Eisenächer und hofft, das der Funke auch auf das Publikum überspringt.

Die Kooperation zwischen Kreismusikschule und Staßfurter Dr .-Frank-Gymnasium hat übrigens schon Tradition. Ensembles beider Bildungseinrichtungen waren schon gemeinsam mit der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie bei Schülerkonzerten oder dem Musikfestival " Klänge im Raum " zu erleben.