Die Wolmirslebener Nikolaikirche ist ein Schmuckstück. Leider hat der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen. Die Sparkassenstiftung spendete 10 000 Euro für die weitere Sanierung der Kirche.

Wolmirsleben. Der Hecklinger Frauen- und Männerchor ist am Sonntag in Wolmirsleben zu Gast. Die Frauen und Männer geben in der Nikolaikirche ein Konzert. Es bildet den Abschluss des Heimatfestes am Wochenende. In einer kleinen Pause überreicht Dr. Manfred Püchel zusammen mit Burkhardt Böhl einen Scheck über 10 000 Euro an den Vorsitzenden des Fördervereins der Kirche. Dankbar nimmt Gerhard Gallinat die Spende entgegen.

In den zurückliegenden Jahren hat die Sparkassenstiftung, fasst Dr. Manfred Püchel zusammen, 25 500 Euro in die Sanierung der Kirche gesteckt. Zu DDR-Zeiten, scherzt er, wären das nach dem inoffiziellen Umtauschkurs rund 200 000 Mark.

Gerhard Gallinat erinnert anschließend daran, dass die Sparkassenstiftung mit ihrer ersten Spende den Beginn der Kirchensanierung vor einigen Jahren erst ermöglichte. Als sich die Wolmirslebener um ihre Kirche zu kümmern begannen, war das Gebäude bautechnisch gesperrt, sagt Gerhard Gallinat.

Die zwischen 1832 und 1834 gebaute Kirche ist mit ihrer Jugendstileinrichtung sehr selten. Die hölzernen Einbauten wirken wie aus einem Guss. Fachleute haben damals ihr Handwerk verrichtet und sich selbst damit ein Denkmal gesetzt.

Sorgen hat das Gemäuer mit dem Hausschwamm. Ihn wollen die Wolmirslebener bekämpfen und so ihre Kirche vor dem Zerfall retten. Die Erhaltung der Bausubstanz sei die heute Generation den vorherigen Generationen schuldig, sagt Gerhard Gallinat. Zukünftig sieht er die Kirche nicht nur als ein Ort des Glaubens, sondern auch als ein Ort der Kultur, der über die Region hinaus ausstrahle, fügt er an.

Ebenso froh über die neue Spende ist Superintendent Michael Wegner. Insgesamt sind in die Sanierung der Nikolaikirche rund 320 000 Euro geflossen, hat er die Zahl im Kopf. Mehr als die Hälfte davon brachte der Kirchenkreis allein auf, freut er sich über das Engagement der Kirchenmitglieder, was den Erhalt der Kirchen betrifft.

Mit dem neuen Geld soll die Empore gesichert werden, weiß er. Dass sich die Sparkassenstiftung auch engagiert, wenn es darum geht, wertvolle und historische Gebäude zu bewahren, freut den Pfarrer.

Für musikalische Vorführungen eignet sich das Gotteshaus bestens, erleben die Zuhörer beim Chorkonzert. Der Frauen- und Männerchor aus Hecklingen kann mit seinen stimmgewaltigen Mitgliedern ein buntes Klangspektrum in der Kirche erzeugen. Viele Bekannte und weniger bekannte Lieder haben die ehrenamtlichen Sänger in ihrem Gepäck. Nach Einzelauftritten der Frauen und Männer stehen alle gemeinsam auf der Bühne, um das vokale Finale zu starten.

Viel Beifall gibt es von den Zuhörern an diesem Nachmittag. Ihnen hat der Gesang sichtlich gefallen. Vor allem die vielen Volkslieder kamen beim Publikum sehr gut an.

Nun heißt es aber wieder Sanierung in der kleinen Kirche. Damit sie bald in neuer Pracht erstehen kann und auch zukünftig die Besucher erfreuen wird, meint der Superintendent Michael Wegner.