Aschersleben ( ttr ). Im Rahmen des Konjukturpaketes II wurden jetzt die ersten Fördermittelbescheide an die Musikschulen des Landes übermittelt. " Ich habe von Anfang an Wert darauf gelegt ", so Kultusminister Olbertz in einer Pressemitteilung, " dass der Fokus des Konjunkturprogramms nicht allein auf den allgemeinbildenden Schulen liegt, sondern auch auf solche Bildungsorte gerichtet ist, deren Unterhalt im Leistungskatalog der Kommunen als freiwillig gilt. Verbesserte räumliche Bedingungen in den Musikschulen stehen ganz oben auf der Wunschliste von Schülern und Lehrern. "

Als eine der ersten Musikschulen im Land erhält auch die Lübenschule in Aschersleben als gemeinsamer Standort von Kreisvolkshochschule und Kreismusikschule Mittel aus dem Konkunkturpaket. Insgesamt werden 542 000 Euro im Salzlandkreis investiert, die neben dem Standort Aschersleben auch Staßfurt und Schönebeck zu Gute kommen. So sind rund 75 000 Euro für die Dachsanierung im Gebäude in Staßfurt, das ebenfalls Kreismusikschule und die Volkshochschule des Salzlandkreises beherbergt, eingeplant, während im Gebäude der Schönebecker Musikschule Innensanierungen anstehen, für die 83 000 Euro veranschlagt sind.

Möglich wurde die ZustellungdesF ördermittelbescheides vor allem durch die ordentlich erledigten " Hausaufgaben " des Salzlandkreises als Träger der Einrichtungen. So hatte das Kultusministerium darum gebeten, anstehende und notwendige Sanierungsarbeiten aus den Bereichen Dacherneuerung mit Wärmedämmung, Fassadensanierung mit Wärmeverbundsystem, Erneuerung von Elektro-, Heizungs- oder Sanitäranlagen anzumelden. Daraus wurde dann eine Prioritätenliste erstellt. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ausgangslage sah das Kultusministerium keine pauschale Mittelverteilung vor, sondern orientierte sich im Wesentlichen an den beantragten Fördersummen und dem nachgewiesenen Handlungsbedarf.

" Ich freue mich über die Geschwindigkeit und für die geförderten Einrichtungen, " betont Thomas Leimbach, Präsident des Landesverwaltungsamtes, denn die Abgabefrist endete vor nicht einmal einem Monat am 31. Juli.

Mit der Umsetzung eines Großteils der beantragten Investitionen kann noch in diesem Jahr begonnen werden. Im Rahmen des Konjunkturpakets II werden bis Ende 2010 insgesamt 17 Millionen Euro einschließlich des kommunalen Eigenanteils von mindestens 12, 5 Prozent an die Musikschulen Sachsen-Anhalt fl ießen. Die Mittel werden entsprechend der Vorgabe des Bundes hauptsächlich für Maßnahmen der energetischen Sanierung verwendet. Dadurch sollen deutliche Kostensenkungen für den Verbrauch von Energie und Wasser eintreten.

Nach der Übergabe des Fördermittelbescheides an Landrat Ulrich Gerstner zeigte sich Dr. Gunnar Schellenberger, Kreistagsmitglied und Vorsitzender des Kulturausschusses des Landtages, zufrieden : " Es freut mich sehr, dass die Bemühungen, den Musikschulen in unserem Landkreis Fördermittel zukommen zu lassen, auf fruchtbaren Boden gefallen sind. "