Staßfurt / Aschersleben ( fr ). Sie schmückte jahrzehntelang den Festsaal in der Berlepsch-Maybachanlage, 400 Meter tief unter Staßfurt. Bis der Schacht zum Fluten vorbereitet wurde. Sie wurde nach Aschersleben ins Museum gebracht. Jetzt kommt sie zurück nach Staßfurt. Die St. Barbara, Schutzheilige der Bergleute, wird als Bildnis ab Sonntag, 10 Uhr, der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Bergmannsverein der Stadt, der den Namen " Staßfurt – Wiege des Kalibergbaus " trägt, ist besonders stolz darauf, die Übernahme durch das Stadt und Bergbaumuseum anlässlich des Tages des Bergmanns übermorgen mit zelebrieren zu dürfen.

Und alle Kumpel, die im einstigen Kaliwerk Staßfurt in Lohn und Brot standen, sind eingeladen, ebenso alle Staßfurter und deren Gäste.

Zum Weg des Bildes, geschaffen von einem unbekannten Künstler, informierte uns Andreas Schmith, Leiter des Ascherslebener Museums : " Im Zuge der Vorbereitung der Ausstellung, Bergbau im Harzer Vorland ‘, die 1972 im Ascherslebener Museum eröffnet wurde, sammelte der damalige Leiter des Museums Udo Schulz geeignete Exponate. Die Staßfurter halfen unter anderem mit Liesbethschen Bohrmaschinen aus dem Berlepsch-Maybach-Schacht. Eine der Maschinen fand bereits vor zwei Jahren den Weg zurück nach Staßfurt. " Das Ölgemälde von der St. Barbara ging so den gleichen Weg nach Aschersleben.

Frisch restauriert von Erwin Leuschner aus der Einestadt, wird es nun an die Wiege des Kalibergbaus zurückkehren. Es sei damals auch versprochen worden, so Schmith, der kürzlich auf das Bild aufmerksam wurde und vorschlug, das Versprechen einzulösen.

Die Firma RiRo Speiseservice Staßfurt übernahm die Restaurierungskosten von rund 1000 Euro.