Bernburg. Für vier Wochen, bis zum 26. Juli, fährt kein Zug über die Saalebrücke in Bernburg. Die Deutsche Bahn nutzt die Sommerferien für planmäßige Instandhaltungsarbeiten an dem 225 Meter langen Bauwerk samt der 185 Meter langen Flutbrücke. Zuletzt rumpelten die Züge hier mit nur noch 30 Stundenkilometern über die Saale.

Marode Balken werden ausgewechselt

In den kommenden Wochen werden nun in Fahrtrichtung Köthen die maroden Brückenbalken ausgewechselt, bei denen der Gegenrichtung geschah das bereits vor einigen Jahren. " Bei Gleisanlagen werden die Schienen von Schwellen getragen, beim Einsatz auf Stahlbrücken werden die Schwellen als Brückenbalken bezeichnet ", erläutert Jörg Bönisch, Pressesprecher der Deutschen Bahn.

520 dieser Schwellen müssen insgesamt gewechselt werden, was die Vollsperrung unumgänglich macht. " Nach der Erneuerung wird die fahrbare Geschwindigkeit durch Messfahrten ermittelt und in diesem Abschnitt auf diese Geschwindigkeit angehoben ", verspricht Jörg Böhnisch einen für die Fahrgäste spürbaren Effekt der Instandhaltungsmaßnahme, die mit rund 410 000 Euro veranschlagt ist.

Bis es soweit ist, bedeutet die Vollsperrung in erster Linie längere Fahrzeiten, denn an Stelle der Züge fahren westlich von Bernburg Busse ; in Richtung Calbe lediglich innerstädtisch bis zum Haltepunkt Waldau, von wo aus die Züge regulär in die Rolandstadt fahren. Auf der Strecke von Bernburg nach Aschersleben über Güsten enden die aus Köthen kommenden Züge in Bernburg und werden morgens bis Güsten und in der übrigen Zeit bis Aschersleben durch Busse im Schienenersatzverkehr ersetzt, was zum Teil zu erheblichen Fahrplanabweichungen führt. Die genauen Fahrzeiten sind auf den Bahnhöfen ausgehängt, sowie im Internet unter www.bahn.de abrufbar.