Plötzkau ( MZ ). Wer derzeit auf der Autobahn 14 in Richtung Halle unterwegs sein muss, sollte vor allem in Hauptverkehrszeiten mehr Zeit einplanen. Zwischen Bernburg und Könnern wird noch bis in den August hinein gebaut. Heißt : Es geht stellenweise nur im Schleichgang an der dortigen Baustelle vorbei. Mit Behinderungen und Stauerscheinungen im Zusammenhang mit den Instandsetzungsarbeiten musste gerechnet werden, darüber sei man sich von Anfang an im Klaren gewesen, heißt es aus dem Verkehrsministerium des Landes. Doch mittlerweile ist der erste Bauabschnitt fertig, der für Staus von mehr als fünf Kilometern Länge zwischen Staßfurt und Bernburg sorgte.

Die Arbeiten konnten aus technologischen Gründen nicht zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden, sagt ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Sonst hätte das Wetter den Planungen einen Strich durch die Rechnung machen können. Dass der Termin in den Ferien liegt, so beugt Peter Mennicke, Pressereferent im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, Kritiken vor, sei kein Problem. Abgesehen von An- und Abreisetagen sei das die verkehrsärmste Zeit im ganzen Jahr.

Bei den am 8. Juni begonnenen Arbeiten handelt es sich um Instandsetzungen der Fahrbahndecken zwischen den Anschlussstellen Bernburg und Könnern in Fahrtrichtung Halle, sagt Mennicke. Die insgesamt rund 14 Kilometer lange Baustrecke wurde dabei in zwei Abschnitte zu je sieben Kilometern Länge geteilt. Gebaut wird jetzt halbseitig am zweiten Abschnitt, so dass der Verkehr nur mit einem Fahrstreifen an der Baustelle vorbeigeführt werden kann. Bis Ende August soll alles fertig sein.

Allerdings sollen die Arbeiten sich nicht unnötig hinziehen. " Zur Bauzeitverkürzung wird an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr gearbeitet ", so Mennicke. Jeder Bauabschnitt wird dabei in verschiedenen Etappen gebaut. Zum einen ist da die Erneuerung des Fugenvergusses, dann der Einbau der ersten Lage eines dünnen Deckenbelages und der zweiten Lage, wobei es sich um eine Asphaltdeckschicht handelt. Die Kosten für die gesamte Strecke betragen insgesamt rund 1, 2 Millionen Euro.

Notwendig wird es sein, so kündigt das Ministerium an, dass es kurzzeitig zur Sperrung der Anschlussstelle Plötzkau kommen wird. Das ist erforderlich, so Mennicke, wenn dort Arbeiten auf der Lastspur und dem Standstreifen ausgeführt werden.