Löderburg. In Löderburg wird es keinen festen Platz für die Annahme von Grüngut geben. Zwei Gründe, und das wurde im Ortschaftsrat besprochen, seien dafür ausschlaggeben. " Zum einen fehlt eine geeignete Fläche, zum anderen das Personal ", erklärte Christian Neubauer, stellvertretender Ortsbürgermeister in Löderburg. Für die Abfuhr sei zwar der Landkreis verantwortlich, aber die Helfer beim Verladen des Verschnitts müssten aus der Kommune, in dem Fall Mitarbeiter der Stadt Staßfurt, kommen. Der Ortschaftsrat reagierte mit seinen Aussagen auf Anfragen aus dem Kleingartenverein Am Wasserturm, die Ortschaftsrätin Christel Kretschmer ( Die Linke ) für die Laubenpieper in die politische Versammlung einbrachte. Dazu gab es im Rat auch den Hinweis, dass gerade für die Gartenvereine, die im Regionalverband der Kleingärtner organisiert sind, regelmäßige Abfuhrtermine mit entsprechender Spezialtechnik gibt.

Temporäre Abfuhr

bleibt bestehen

Festhalten will man in Löderburg wie in den anderen Ortsteilen auch an der temporären Abfuhr. Im vergangenen Jahr gab es dieses Angebot des Abfallwirtschaftsbetriebes im Salzlandkreis zum ersten Mal. Doch, so der Tenor in der Ortsvertreterversammlung, müsse es auf allen Seiten – Landkreis, Kommune und Bürger – Verbesserungen geben. Denn 2008 gab es Probleme bei den Terminen. Das Containerfahrzeug war nicht rechtzeitig in Athensleben und Löderburg an den Abgabeplätzen. Der Abfallentsorgungsbetrieb hatte ein mehrstündiges Zeitfenster gesetzt, in diesem Zeitraum sollte der Lastkraftwagen erscheinen. Viele Bürger warteten aber schon und luden ihren Verschnitt auf dem Platz ab, so dass der Staßfurter Eigenbetrieb Stadtpfege einen Mitarbeiter zum Aufaden stellen und einen Tag später den Platz reinigen musste. Aufgrund dieser Tatsache wurde im Ortschaftsrat Kritik an der Bernburger Kreisverwaltung deutlich. " Beim Thema Personal zieht sich der Landkreis aus der Verantwortung ", so Neubauer.

Verwaltung will neuen Termin organisieren

In Löderburg wolle man deshalb einen eigenen Weg gehen und die Mitglieder der Gartenvereine stärker in die Verantwortung nehmen. Sie könnten, so die gemeinsamen Vorstellungen, die Abfuhrtermine zusätzlich als Beobachter absichern. Auch die Bürger wurden ermahnt, sich an die aus dem Kreis vorgegebenen Entsorgungsregeln zu halten. Ließen doch im vergangenen Jahr viele ihr Grüngut in den Säcken. " Das ist nicht erlaubt, auch hier musste der Stadtpf egebetrieb nachsortieren, damit der Landkreis abfährt ", so Neubauer. Er erinnerte noch daran, dass die Bürger im Frühjahr und Herbst ihren Verschnitt auch gebündelt mit der grauen Tonne an die Straße stellen könnten.

Von Oberbürgermeister René Zok erfuhren die Ortschaftsräte, dass die Verwaltung schnell kurzfristige Abfuhrtermine organisieren könne und man bei der Anzahl dieser Aktionstage nicht beschränkt sei. Um einen solchen kurzfristigen Termin wolle man sich jetzt in Staßfurt und Löderburg kümmern, sagte Ortsbürgermeisterin Elvira Bartsch.