Staßfurt ( dw ). Trubel im Erdmännchengehege. Ende Mai gab es Nachwuchs. Fünf Jungtiere sind geboren. " Wir freuen uns darüber ganz besonders, denn zum ersten Mal haben wir im Staßfurter Tiergarten Nachwuchs bei den Erdmännchen ", sagt Bianka Ziem, Leiterin der von der Lebenshilfe Bördeland getragenen Einrichtung.

Damit sich Nachwuchs einstellt, war schon ein bisschen Aufwand nötig. Denn die Erdmännchen leben in Kolonien, also als Gruppe zusammen. Nur ein Paar bekommt Junge, der Rest kümmert sich als tierische Tanten und Onkel mit um die Kleinen. Doch in Staßfurt wollte sich so ein Alphapaar partout nicht f nden. Also tauschten die Tiergärten in der Salzstadt und in Wittenberg die Weibchengruppen aus – nur so funktioniert es, um das Sozialgefüge zu erhalten. Der Plan der Pfeger ist aufgegangen. Nach erstem Beschnuppern fand sich schnell ein Paar, da dauerte es mit dem Nachwuchs nicht mehr lange. " Die Jungtiere sind wohlauf und quicklebendig ", sagt Bianka Ziem.

Die Erdmännchen sind nicht die einzigen frisch gebackenen Eltern. Nachwuchs gibt es auch bei den Zebus, den Zwergziegen, bei den Pferden, den Präriehunden, den Kattas und den Husarenäffchen. Überzeugen können sich die Besucher von den neuen Bewohnern des Staßfurter Tiergartens während der täglichen Öffnungszeiten und beim großen Sommerfest am 13. Juni. Dann ist der Zoo von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Es gibt zahlreiche Angebote für Kinder. Mal- und Bastelstraßen, Kreativstände, eine Animationsshow, Reitrunden und eine Hüpfburg. Auch Führungen werden angeboten. Dann können Besucher die Tiere hautnah erleben.