Einen Sack voller Termine hatten gestern Mitarbeiter der Kommunalen Beschäftigungsagentur ( KoBa ). Gemeinsam mit Vertretern von sogenannten Maßnahmeträgern überbrachten sie an 26 Kindertagesstätten und Schulen aus Anlass des Kindertages Lehr- und Lernmittel sowie Süßigkeiten. Eine kleine Rundreise durch den Landkreis.

Salzlandkreis. Einmal Berlin bitte. Dieses Ziel hätten gestern Denise Lorenz, Cindy Ballschuweit und Jacqeline Lobitz gerne angesteuert. Doch der Zug war aus Holz und die Räder aus Beton und überhaupt war die Reise der Spieleisenbahn vom Standort der Bildungsakademie Teutloff in Calbe bis zur Kindertagesstätte in Brumby schon weit genug. Die Lok und ihre zwei Anhänger sind Teil eines bereits im zweiten Jahr realisierten Projektes der KoBa gemeinsam mit Bildungs- und Qualifizierungseinrichtungen.

Über den zweiten Arbeitsmarkt werden, etwa im Vorberuflichen Trainingszentrum von Teutloff in Calbe, wo auch die jungen Frauen Denise, Cindy und Jacqeline beschäftigt sind, in verschiedenen Maßnahmen Spielzeuge sowie Lernmittel gefertigt. Das erfolge in enger Absprache mit Kitas und Schulen, wie Philipp Kumbier von SBS Bildungsprojekte mit Hauptsitz in Dessau und die stellvertretende Leiterin der Welsleber Kita " Die kleinen Welse ", Simona Horrmann, versicherten. Die Kindertagesstätte in Welsleben konnte gestern jede Menge Gäste begrüßen. Zu ihnen gehörten neben KoBa-Chef Hartmut Nothdurft auch der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Bördeland, Bernd Nimmich und Ortsbürgermeister Steffen Kaden.

" Den Kindertag feiern wir traditionell ", sagte Simona Horrmann. Da passte die Übergabe der KoBa-Geschenke ebenso in den Tag wie die Präsentation der Kita-Erweiterungspläne ( zwei Gruppenräume sollen angebaut werden ) durch die Bürgerinitiative Welsleben und die große, gemeinsame Feier von Jung und Alt am Nachmittag unter Beteiligung der Volkssolidarität.

Großen Anklang fanden die Präsente von KoBa & Co. ebenso in der Kindertagesstätte Ranies. " Das ist wirklich ein sinnvolles Material. Da haben ein paar Leute am Tisch gesessen und gut überlegt, was sie da machen ", lobte Kita-Leiterin Helga Maser. Frank Strechel, Teilnehmer einer KoBa-Maßnahme, bestätigte das mit seinen Worten : " Wir haben uns echt einen Kopf gemacht, aus Brettern irgendwas Sinnvolles zu machen. " Torsten Schmidt, ebenfalls in einer sechsmonatigen Maßnahme beschäftigt, meinte : " Das Wichtigste ist, dass die Kinder ihren Spaß mit den Dingen haben. " Hans-Georg Strecker, SBS-Standortverantwortlicher in Calbe, wies auf den Aspekt der Motivation hin. " Der Stolz der Teilnehmer über das Erreichte wächst natürlich, wenn sie sehen, welche Freude die Kinder an deren Arbeit haben ", erklärte er. Die stellvertretende Leiterin der Grundschule Förderstedt, Karin Ehrig, befand : " Wir sind sehr dankbar für diese Unikate. Zum einen, weil sie einmalig sind. Und gäbe es sie zu kaufen, hätten wir nicht das Geld dafür. Jede Rechenaufgabe, die die Kinder manuell selbst ausführen können, hilft ungemein beim Lernen. "

Der verantwortliche Mitarbeiter der KoBa, Sven Hause, erweiterte zusammenfassend die Sicht auf das primäre Ziel des von der Volksstimme unterstützen Projektes. " Unser vorrangiges Anliegen ist natürlich, die Teilnehmer der Maßnahmen in Arbeit zu bringen ", hob er hervor.