Staßfurt ( rk ). Wenn der neue Staßfurter Stadtrat am 25. Juni zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommt, dann ist ein Kommunalpolitiker nicht mehr dabei, der 15 Jahre lang als Vorsitzender beziehungsweise stellvertretender Ratsvorsitzender die Stadtpolitik aktiv mitbestimmt hat. Die Rede ist von Eberhard Müller ( SPD ).

In Anbetracht von Alter und Gesundheit hielt der Sozialdemokrat eine erneute Kandidatur nicht mehr für ratsam. Er wollte denjenigen, die ihm das Vertrauen geschenkt hätten bei einer eventuellen Wiederwahl in den Stadtrat nicht enttäuschend sagen müssen : " Ich trete das Ehrenamt nicht an. "

Aus diesem Grund gab Eberhard Müller seinen Rückzug in der Wahlversammlung des SPD-Ortsvereines frühzeitig bekannt. Diese Geradlinigkeit akzeptierten der SPD-Ortsverein und auch der Kreisvorsitzende der SPD Markus Bauer.

" Damit

möchte ich auch die Chancen für jüngere SPDMitglieder

eröffnen, die als Kandidaten für die SPD im größer werdenden Staßfurter Stadtrat antraten, denn ich vertraue den Jüngeren ", sagte Müller.

Der Rückblick auf seine lange ehrenamtliche Tätigkeit ist für den 65-J ährigen schon mit etwas Wehmut verbunden.

Zur Kommunalpolitik kam Eberhard Müller bereits im Jahr 1990, als er für die erste demokratische Wahl nach der Wende als Wahlvorstands-Vorsitzender fungierte und ab 1994 dann als Staßfurter Stadtrat für die SPD-Fraktion so manch spannendes Vorhaben mitbegleitete.

" Aus manch kniffliger Beschlusslage konnte ich als Vorsitzender und auch stellvertretender Vorsitzender im Stadtrat seit 1994 sinnvolle Entscheidungen für die Bürger mitgestalten ", sagte Eberhard Müller rückblickend.

Sein Mandat im Kreistag des Salzlandkreises, in dem er seit 2007 als stellvertretender Vorsitzender tätig ist, will der Staßfurter Senior aber behalten. Dort hat er bis zum Ende der Legislaturperiode noch fünf Jahre Zeit, sich für Staßfurt zu engagieren.