Staßfurt. Wieder ist ein Stück im IBA-Mosaik gestaltet. Oberbürgermeister René Zok freute sich gestern, den Holzmarkt freigeben zu dürfen. Es war die zweite Straßenübergabe an diesem Tag. Auch die Damaschkepromenade wurde in den letzten Wochen saniert.

Mit dem Holzmarkt ist inzwischen der Bereich südlich und südwestlich des Stadtsees auf Vordermann gebracht. Mit dem neuen schlesischen Granit und Porphyr hier auf dem Holzmarkt fährt man zwischen Steinstraße und den vielen kleinen angrenzenden Gassen über ordentliche Straßen. Es lohnt sich auch, mal bewusst durch Brandhof, Hirtenhof, Böttchergasse oder neue Zwingerstraße zu gehen.

Es gibt mittlerweile zahlreiche private Hausbesitzer, die die herrliche Lage erkannt haben und die positive Entwicklung mit eigenen Investitionen begleiten. Auch mit dem Eigentümer der ersten Lesehalle, dem schmalen Haus an der Ecke Steinstraße / Holzmarkt laufen Verhandlungen. " Dass in unserer Stadt etwas passiert ist, bemerken vor allem ehemalige Staßfurter und Besucher, die ein paar Jahre nicht hier waren ", freut sich der OB, und würde sich wünschen, dass das auch von den Einwohnern mehr anerkannt wird.

" Mit den Maßnahmen auf dem Weg zur Internationalen Bauausstellung 2010 haben wir Impulse in der Innenstadtentwicklung gesetzt ", resümierte Zok während der Freigabe des nunmehr 4. Bauabschnitts, der zum Teil gleich für das Salzlandfest an diesem Wochenende genutzt werden kann.

Unverkennbar aber auch, dass es noch einige Schandf e- cken zu beseitigen gilt. So war ja mal im Gespräch, dass das ehemalige Katasteramt ( auf dem Foto im Hintergrund ) in das Kompetenzzentrum eingebunden wird. Sowohl vom Namen als auch von den großen Plänen haben sich die Stadtväter mittlerweile verabschiedet. Der " Gebäudekomplex am Großen Markt ", wie das neue Haus nun genannt wird, soll erneut bei einem kleineren Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden, wie der Oberbürgermeister erklärte, um auch ortsansässige Architekten und die Öffentlichkeit mit einzubeziehen. Knackpunkt, nun etwas kleinere Brötchen zu backen, ist, dass das Raumkonzept in diesem Haus überarbeitet werden müsse. Bremsend bei diesen Überlegungen wirke sich leider aus, dass das Land noch immer keine Entscheidung gefällt habe, ob das Bergamt nun in Staßfurt bleibt und in dieses neue Haus ziehen würde oder nicht.

Sowohl der gegenwärtig in Staßfurt aktive Forschungsverbund als auch der Bergmannsverein der Stadt würden es stark befürworten. Klipp und klar abgesagt hätte derweil der Kali + Salz-Konzern, informierte Zok.

Dass das Haus kommt, davon ist er überzeugt. Auch für die vereinzelt kritisierte Brücke über den Stadtsee sieht der OB keine Probleme. Zudem sollen das Haus II der Stadtverwaltung und Teile des Kaligarten noch etwas umgestaltet werden.