Schon von Weitem war zu erahnen, dass auf dem Gelände des Rassegeflügelzuchtvereins in der Hecklinger Karlstraße nicht nur ein Gockel sein Revier markierte. Insgesamt 31 männliche Haushühner krähten hier um die Wette.

Hecklingen. Nicht, wer seinen Schrei am kraftvollsten rausbrachte, konnte gewinnen. Vielmehr musste so schnell wie möglich mehrmals hintereinander gekräht werden. Am Besten schlug sich dabei das Tier aus dem Stall der jungen Hecklingerin Christin Conrad. Sie selbst konnte beim Messen der meisten Töne nicht persönlich dabei sein, hatte aber ihren Opa, den Rassegflügelzüchter Manfred Reinecke beauftragt, ihren Hahn stellvertretend ins Rennen zu schicken. Er nahm den Preis für seine Enkelin entgegen. Ihr Tier der Rasse New Hampshire punktete in 40 Minuten mit 58 " Kräh-Einheiten ", dicht gefolgt von einem gestreiften Zwerg-Wyandotten. Der Gockel von Manfred Blume schaffte 57 Schreie. 54 Mal war das Kikeriki im Käfig vom Hahn der Rasse rote Zwergwyandotten des Züchters Jürgen Wetzel zu hören. Sein tierischer Wettkampfteilnehmer erkämpfte sich den dritten Platz.

Und dann wurde noch ein Trostpreis vergeben und zwar an einen Gockel, der gar keine Lust hatte, sich zu Wort zu melden. Der gefiederte Freund von Gerd Feger holte die Trophäe für den " umweltfreundlichsten " Hahn nach Hause. Im Losverfahren wurde entschieden, an wen der Preis verliehen wird. Denn alles in allem blieben zwei Hähne an diesem Vormittag stumm.

Insgesamt waren 31 Hähne an den Start gegangen. Überwiegend Züchter des örtlichen Vereins aus Hecklingen stellten die Tiere, drei Vereinsfreunde aus Egeln beteiligten sich.

Das Hähnekrähen hat in Hecklingen schon Tradition. Immer am Männertag wird es seit mehr als 15 Jahren von den Rassegeflügelzüchtern organisiert. " Wir wollen den Leuten, die an diesem Tag mit den Rädern unterwegs sind, ein schönes Ausflugsziel bieten ", erklärt Manfred Reinecke vom Verein. Er und die anderen Züchter freuten sich, dass auch in diesem Jahr das Angebot von den Bürgern gern angenommen wurde. In gemütlicher Runde fanden sich viele interessierte Ausflügler ein. Bei Fischbrötchen, Würstchen vom Grill und dem ein oder anderen kühlen Getränk ließen sie es sich gut gehen.