Staßfurt. Der Tierschutzverein Staßfurt und Umgebung agiert vielfältig und nimmt sich breiter Themenfelder an. Das machte einmal mehr die Jahreshauptversammlung des Gremiums in Staßfurt deutlich.

Vorsitzende Ursula Sittig ging in ihrem Rechenschaftsbereich auf diese Aktivitäten ein. Im regionalen Bereich standen Beteiligungen mit Info-Ständen beim Salzlandfest und dem Tag der Regionen, Projektunterricht an Schulen, Ahndung von Tiermisshandlungen, Telefonberatungen und Nachkontrollen bei aus Tierheimen geholten Vierbeinern im Mittelpunkt.

Aus der Sicht des Tierschutzvereins bestehen große Probleme mit dem Tierheim in Kroppenstedt, das für die Aufnahme von Tieren der Verwaltungsgemeinschaften Staßfurt und Egeln zuständig ist. " Neben der sehr ungünstigen Verkehrsanbindung für Personen ohne Auto und den hohen Preise fehlen etliche Voraussetzungen, die entsprechend der Paragraphen zwei und elf des Tierschutzgesetzes, Auf agen des Ministerialblattes und den Empfehlungen des Landesverwaltungsamtes von Sachsen-Anhalt einzuhalten sind ", sagte die Referentin. Entsprechende Gespräche mit dem ehemaligen Bürgermeister Martin Kriesel, dem jetzigen Amtsinhaber Oberbürgermeister Renè Zok und der Staßfurter Stadtverwaltung wurden geführt und Vorschläge unterbreitet. " Wir und die Bürger können nicht verstehen, weshalb für die Fundtiere noch keine bessere Lösung gesucht wurde ", so die Vorsitzende, die jetzt eine klare Positionierung der Verwaltung fordert.

Bei den überregionalen Aufgaben nannte Sittig unter anderem Protestschreiben an den kanadischen Premierminister wegen der Einhaltung der Gesetze beim Robbenfang, und an den Moskauer Oberbürgermeister, sich weiterhin für die Umsetzung des vom Stadtparlament beschlossenen Gesetzes für den Schutz von Haustieren einzusetzen.

Auch prangerten die Tierschützer die EU-Richtlinie zur Haltung von Masthühnern an oder verlangten Einschränkungen bei der Exotenhaltung.

Der anschließende Bericht der Schatzmeisterin bestätigte einen ausgeglichenen Haushalt auf geringem Niveau. Denn die Staßfurter Tierschützer müssen ausschließlich mit ihren Mitgliedsbeiträgen und der Unterstützung einiger Sponsoren auskommen. Im Ausgabenbereich betrug die Erstattung der Kosten für die Kastrationen von Katzen fast 90 Prozent der Einnahmen.

Für eine weitere erfolgreiche Arbeit erhoffen sich die Tierschützer größere Unterstützung von den Kommunalpolitikern, Sponsoren und den Bürgern der Region.